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Wirtschaft Bänker protestieren in Niedersachsen
Nachrichten Wirtschaft Bänker protestieren in Niedersachsen
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16:44 30.04.2012
Foto: In Hannover haben Bankangestellte für bessere Beschäftigungsbedingungen demonstriert.
In Hannover haben Bankangestellte für bessere Beschäftigungsbedingungen demonstriert. Quelle: Poblete
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Hannover

Vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt bei den Banken haben die Beschäftigten am Montag ihrem Unmut auch in Niedersachsen und Bremen Luft gemacht. „Die Kollegen erwarten, dass jetzt endlich ein Angebot der Arbeitgeberseite kommt. In den ersten beiden Runden wurden alle Forderungen abgelehnt“, sagte Jörg Reinbrecht von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. In Hannover beteiligten sich unter anderem Angestellte der NordLB, Commerzbank und LBS an dem rund zweistündigen Ausstand. Etwa 200 von ihnen bezogen auf dem Georgsplatz Stellung, wo bei schönem Frühlingswetter auch „Streik-Eis“ serviert wurde.

„Die Leute merken: Ringsum gibt es Tarifabschlüsse, bei uns leider nicht“, sagte Reinbrecht. Die Stimmung unter den Warnstreikenden sei dennoch gut gewesen. In Bremen zogen rund 230 Bankangestellte durch die Innenstadt, zwei Sparkassen-Filialen blieben nach Angaben von Verdi-Fachsekretär Markus Westermann deshalb geschlossen.

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 220.000 Beschäftigten der privaten und öffentlichen Banken war Ende März auf den 3. Mai vertagt worden. Verdi verlangt unter anderem 6 Prozent mehr Geld bei zwölf Monaten Laufzeit. Außerdem sollen nach Vorstellungen der Gewerkschaft Ausgebildete unbefristet übernommen werden. „Wir müssen auch die Forderung der Arbeitgeber vom Tisch wischen, dass Samstagsarbeit regulär sein soll“, sagte Westermann.

Die Arbeitgeber appellierten an Verdi, bei den sogenannten qualitativen Forderungen mehr Bescheidenheit an den Tag zu legen. „Wir können erst dann über Gehalt reden, wenn Verdi die Agenda bei den Sachthemen verkürzt“, erklärte Verhandlungsführer Ulrich Sieber.

dpa/sag