Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Wirtschaft Aus für Riesenflieger A380 kostet deutschen Steuerzahler Millionen
Nachrichten Wirtschaft Aus für Riesenflieger A380 kostet deutschen Steuerzahler Millionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:59 21.02.2019
Das weltgrößte Passagierflugzeug Airbus A380 soll nicht mehr gebaut werden. Quelle: dapd
Berlin

Die Bundesregierung hat Airbus mit einem Staatsdarlehen bei der Entwicklung des weltgrößten Passagierflugzeuges A380 unterstützt. Nach dem überraschenden Produktionsende des Riesenfliegers stellt sich deshalb zunehmend die Frage, was das Aus für Steuerzahler bedeutet. Denn rein rechnerisch bräuchte es noch mindestens 290 Exemplare, um die Kredite zurückzuführen – tatsächlich gebaut werden noch 17.

Und da beginnt die Misere für deutsche Steuerzahler: Die „Welt“ zitiert aus einer im Bundesanzeiger veröffentlichten Bilanz Folgendes:

„Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zur Finanzierungsunterstützung für die Entwicklung gewährte Darlehen für die A380 betrug in 2017 nach planmäßiger Tilgung 721 (i.V. 759) Millionen Euro.“ Dem Bericht zufolge ergibt sich am Ende – die 15 Riesenairbus, die in 2017 ausgeliefert wurden abgezogen – eine offene Rate von rund 2,5 Millionen Euro je Exemplar.

Insgesamt 4,22 Milliarden Euro rückzahlbare Vorschüsse

Wenn man bedenkt, dass nicht nur Deutschland, sondern auch Frankreich, Spanien und Großbritannien Staatsdarlehen in Airbus investiert haben, ergibt sich aus der Airbus-Bilanz laut Bericht eine Gesamtsumme von insgesamt 4,22 Milliarden Euro an „rückzahlbaren Vorschüssen der europäischen Regierungen“. Darin inbegriffen sind allerdings auch andere Flugzeugmodelle.

Lesen Sie auch: Größer, schneller, schwerer: Diese Flugzeuge brechen Rekorde

Hintergrund der Zahlungsregelung mit Airbus ist eine Regelung mit der Welthandelsorganisation (WTO). Demnach dürfen die Europäer zinsgünstige rückzahlbare Darlehen von bis zu einem Drittel der Entwicklungskosten an Airbus vergeben, die dann mit jeder Auslieferung zurückbezahlt werden.

Soweit die Theorie. Da allerdings durch den Produktionsstopp nun die Einnahmen fehlen, aus denen Airbus die Staatsanleihen ausgleichen wollte, bleiben die Gläubiger auf den Kosten sitzen.

Lesen Sie auch: Auf diesen Strecken fliegt das größte Flugzeug

Von RND/lf

Zwischen 2006 und 2009 tauchen zahlreiche Sturmgewehre der Marke Heckler & Koch in Mexiko auf – obwohl die Lieferung dorthin untersagt ist. Nun hat das Stuttgarter Landgericht die Verantwortlichen verurteilt. Auch für die Rüstungsfirma wird es teuer.

21.02.2019

Deutsche legen beim Konsum von Fleisch viel Wert auf eine artgerechte Haltung der Tiere - so lautet das Ergebnis zahlreicher Umfragen. Der Ernährungsreport 2018 malt allerdings ein anderes Bild von Deutschland: Der Preis ist offenbar oft doch wichtiger als das Tierwohl.

21.02.2019

Die Bio-Supermarktkette Alnatura hat zwei Produkte vorsorglich aus den Regalen genommen. In einem Müsli und in Keksen für Kinder können sich Teile von Apfelstielen befinden.

20.02.2019