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Wirtschaft Auch auf dem Land legen die Immobilienpreise kräftig zu
Nachrichten Wirtschaft Auch auf dem Land legen die Immobilienpreise kräftig zu
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20:50 06.05.2019
Die Preise für Immobilien sind in Niedersachsen weiter deutlich gestiegen. Käufer weichen zunehmend ins Umland der Städte aus. Quelle: Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Wegen der hohen Immobilienpreise in den Städten weichen die Menschen zunehmend in das günstigere Umland aus. Im vergangenen Jahr stiegen deshalb die Häuserpreise in ländlichen Regionen Niedersachsens erstmals seit vielen Jahren wieder schneller als in den Städten. Dies geht aus dem neuen Grundstücksmarktbericht hervor, den Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Montag in Hannover vorgestellt hat. „Das knappe Angebot und die langjährigen Preisanstiege lenken das Kaufinteresse zunehmend auch in den ländlichen Raum“, sagte der Minister.

Laut dem Bericht verteuerten sich 2018 in den Städten Häuser im Schnitt um 5 Prozent und Wohnungen um 4 Prozent. Auf dem Land legten die Preise bei Eigenheimen um 7 Prozent und bei Eigentumswohnungen um 9 Prozent zu. Die Zahl der abgeschlossenen Kaufverträge erhöhte sich in den Großstädten während der vergangenen fünf Jahre nur um knapp ein Prozent – in den kleineren Städten und ländlichen Regionen hingegen um 7 Prozent. Die Menschen ziehe es zwar nach wie vor in die Ballungszentren, aber Regionen mit einer guten Verkehrsanbindung an die Städte würden immer attraktiver, erklärte Pistorius.

Insgesamt gingen die Preise für Häuser und Wohnungen in Niedersachsen im vergangenen Jahr im Schnitt um 7 Prozent nach oben. „Angesichts anhaltend niedriger Zinsen, mangelnder Anlagealternativen und guten Beschäftigungszahlen blieb die Dynamik auch 2018 ungebrochen“, sagte der Minister. Die Berechnungen beruhen auf der Auswertung sämtlicher Kaufverträge im Bundesland, die von Notaren beurkundet wurden.

Obwohl die ländlichen Regionen bei den Preisen etwas aufgeholt haben, gibt es nach wie vor erhebliche Unterschiede im Bundesland. So kosteten Reihenhäuser und Doppelhaushälften in Hannover – der landesweit teuersten Stadt – im Mittel 340 000 Euro, für ein frei stehendes Haus musste man 420 000 Euro ausgeben. Im Landkreis Holzminden waren es den Angaben zufolge nur 75 000  Euro beziehungsweise 93 000 Euro.

Pistorius betonte, dass deutlich mehr Bauland für Mehrfamilienhäuser verkauft wurde als im Vorjahr. Dies zeige, dass die Kommunen erfolgreich versuchten, den Wohnungsbau durch die Ausweisung geeigneter Flächen anzukurbeln. Die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum werde aber „das bestimmende Thema der kommenden Jahre bleiben“.

Die Landesregierung hatte erst im April Maßnahmen gegen den Mangel an günstigen Wohnungen angekündigt: Bis 2030 sollen nach den Plänen von Bauminister Olaf Lies (SPD) mindestens 40 000 Sozialwohnungen gebaut werden. Dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) gehen die Pläne nicht weit genug, er fordert mindestens 100 000 neue Sozialwohnungen. Außerdem verlangt er, dass das Land wieder selbst Wohnungen baut, statt den Bau nur zu fördern.

Von Christian Wölbert

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