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Wirtschaft Asbest in Babypudern: US-Konzern weiß seit Jahrzehnten Bescheid
Nachrichten Wirtschaft Asbest in Babypudern: US-Konzern weiß seit Jahrzehnten Bescheid
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22:28 14.12.2018
Johnson & Johnson sieht sich einem neuen Skandal ausgesetzt. Quelle: picture alliance
Hannover

Neue Anschuldigungen gegen Johnson & Johnson: Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass dem Pharmaunternehmen seit den 1970er bekannt gewesen sein soll, dass sein Babypuder manchmal Asbest beinhaltet habe.

Der Hersteller der Penaten-Produkte hat dies bestritten. Auf der Unternehmens-Webseite schrieb J & J, dass die Anschuldigungen „einseitig, falsch und aufrührerisch“ seinen.

In internen Proben zwischen den Jahren 1971 und Anfang 2000 seien wiederholt kleinere Mengen Asbest nachgewiesen worden. Diese Erkenntnisse seien aber nie veröffentlicht worden.

Die Aktie von Johnson & Johnson stürzte daraufhin an der Wall Street um mehr als zwölf Prozent ab. Das ist der größte prozentuale Kurssturz seit mehr als zehn Jahren.

Puder verursacht Krebs

Es nicht der erste Skandal in der Geschichte des Arzneimittel- und Konsumgüterkonzerns: Im August diesen Jahres wurde J & J zu einer Strafzahlung von 4,69 Milliarden Dollar verurteilt. 22 krebskranke Frauen verklagten den Konzern. Sie machten ein Körperpuder von J & J für ihre Krankheit verantwortlich.

Das darin enthaltene Mineral Talkum soll den Krebs verursacht haben. Auch in diesem Fall soll der Pharmakonzern es versäumt haben, auf potenzielle Gefahren hinzuweisen.

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Von RND/AP/ka