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Wirtschaft Amazon investiert in Bringdienst Deliveroo – und setzt so dessen Rivalen unter Druck
Nachrichten Wirtschaft Amazon investiert in Bringdienst Deliveroo – und setzt so dessen Rivalen unter Druck
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16:17 17.05.2019
Ein Fahrer mit einer Deliveroo-Auslieferungsbox. Quelle: imago/Reporters
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London/München

Amazon investiert in den britischen Bringdienst Deliveroo – und die Konkurrenz in der Lieferbranche ist wenig begeistert.

Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, hat Amazon die jüngste, 575 Millionen Dollar schwere Finanzierungsrunde angeführt. Sie diente dazu, Geld für Investitionen in Technik und den Geschäftsausbau zu gewinnen, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Zudem hätten sich die Altaktionäre des Bringdienstes mit zusätzlichem Geld eingebracht. Die Gesamtsumme des Investorengeldes in den Online-Lieferdienst beläuft sich damit auf über 1,5 Milliarden Dollar.

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Aktienkurse der Deliveroo-Rivalen im Sinkflug

Amazon unternahm in der Vergangenheit selbst Versuche, in Großbritannien einen Restaurant-Lieferdienst aufzubauen, was bisher aber nicht gelang, wie das „Handelsblatt“ schreibt. Bereits im letzten Jahr hatte es Spekulationen gegeben, der Online-Riese hätte Interesse an Deliveroo, um eigene Lieferdienste zu stärken. Der Chef des Bringdienstes Will Shu Shu sagte damals zu den Gerüchten, die Firma nicht verkaufen zu wollen und stattdessen ein Wachstum anzustreben.

Allein die Furcht vor einem vom Online-Giganten Amazon finanziell geförderten Konkurrenten Deliveroo ließ die Anteile der anderen Essenslieferanten sinken. Die deutschen Unternehmen Delivery Hero und Hellofresh verloren 3 beziehungsweise 1,7 Prozent. Zudem verzeichneten in Amsterdam die Titel der Lieferando-Mutter Takeaway einen Kursverlust von 6,5 Prozent. Der britische Deliveroo-Konkurrent Just Eat musste sogar Verluste von mehr als zehn Prozent hinnehmen, wie das „Handelsblatt weiter berichtet.

Deutscher Markt bei Lieferdiensten hart umkämpft

Deliveroo wurde vor sechs Jahren gegründet. Die Vermittlungsplattform sammelt in Großstädten von zwölf Ländern Bestellungen für Partner-Restaurants und organisiert die Lieferung über seine Fahrradkuriere. In Deutschland sind 2000 Restaurants beteiligt.

Auf dem umkämpften deutschen Markt konkurriert Deliveroo mit anderen Diensten wie Foodora, Lieferheld und Lieferando. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten und die Initiative “Liefern am Limit“ kritisiert seit langem die Arbeitsbedingungen der Fahrradkuriere.

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Von ak/RND/dpa