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Wirtschaft 400 neue Jobs bei VWN in Hannover
Nachrichten Wirtschaft 400 neue Jobs bei VWN in Hannover
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21:40 18.03.2015
Von Lars Ruzic
Insgesamt verkaufte VWN rund 436.000 Fahrzeuge.
Insgesamt verkaufte VWN rund 436.000 Fahrzeuge. Quelle: dpa
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Hannover

Die Umstellung auf die sechste Transporter-Generation sowie eine ungebremst hohe Nachfrage nach dem Vorgängermodell sorgt für neuen Beschäftigungsbedarf im hannoverschen Stammwerk von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN). Man habe in den vergangenen Wochen 400 neue Zeitarbeiter an Bord geholt, sagte VWN-Personalvorstand Elke Eller am Rande der Bilanzvorlage der Marke. Zuletzt wurde die Nachtschicht verstärkt, gleichzeitig müssen viele Mitarbeiter für das neue Modell geschult werden. Deshalb brauche man derzeit mehr Personal, so Eller.

In den vergangenen Monaten hatte der Spezialist für leichte Nutzfahrzeuge erst mehr als 700 Leiharbeiter der VW-Tochter Autovision in die Stammbelegschaft übernommen. Darauf haben diejenigen Beschäftigten einen Anspruch, die drei Jahre als Zeitarbeiter im Werk tätig waren. Derzeit werden sowohl die Fahrzeuge der fünften als auch der sechsten Transporter-Familie in Hannover auf derselben Produktionslinie gefertigt. „Alle Beschäftigten arbeiten an beiden Modellen“, berichtete Produktionsvorstand Josef Baumert. Das werde sich noch gut drei Monate so hinziehen.

Den T6 will VWN Mitte April vorstellen, wenige Tage später soll der Vorverkauf beginnen. Derweil verkauft sich die seit zwölf Jahren gebaute Vorgängergeneration noch immer prächtig. Vor allem ihrem Brot-und-Butter-Auto hat es die Marke zu verdanken, dass sie unterm Strich im vergangenen Jahr bei Absatz und Umsatz leicht und beim operativen Ergebnis kräftig zulegen konnte.

Insgesamt verkaufte VWN mit 436 000 Fahrzeugen 2 Prozent mehr, die Erlöse stiegen um 2,2 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro. Vor Zinsen und Steuern blieb ein Gewinn von 504 Millionen Euro, ein Achtel mehr als im Vorjahr. Das entspricht einer Marge von 5,3 Prozent. „Volkswagen Nutzfahrzeuge hatte niemals zuvor ein besseres Ergebnis“, sagte Markenchef Eckhard Scholz. Ob er im laufenden Jahr ähnlich gute Zahlen erreichen wird, wollte Scholz nicht sagen. Man werde hart daran arbeiten, „auch in diesem Jahr ein ordentliches Ergebnis vorzulegen“, meinte er nur.

VWN hat in diesem und dem kommenden Jahr einiges vor der Brust. Gerade hat das polnische Schwesterwerk beim Stadtlieferwagen Caddy den Wechsel von der dritten auf die vierte Generation bewältigt, Hannover steckt beim Transporter derzeit mittendrin. Parallel entsteht unweit des polnischen Caddy-Werks eine weitere Fabrik, in der vom kommenden Jahr an der neue Crafter gebaut wird. Er soll auf der kommenden IAA Nutzfahrzeuge im September 2016 in Hannover Premiere feiern. „Im laufenden und kommenden Jahr nimmt die Investitionstätigkeit noch zu“, sagte Scholz, ohne Zahlen zu nennen. Mittelfristig will es der VWN-Chef dabei nicht bewenden lassen. „Wir haben - und das wissen wir - aber auch noch entscheidende Schritte vor uns“, umschrieb es Scholz. Es gelte, weltweit alle Potenziale für leichte Nutzfahrzeuge und Pick-ups zu erschließen. Derzeit schaue man sich „intensiv“ die Märkte China und USA an, ergänzte Vertriebschef Bram Schot. Ausgerechnet in Amerika, wo Pick-ups das größte Segment im Automarkt stellen, haben die Hannoveraner nichts zu bieten. Der Amarok, der in Argentinien und Hannover gebaut wird, gilt als zu klein für den US-Markt.

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