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17:22 18.12.2017
Hannover, 08.12.2017: Volkswagen Nutzfahrzeuge stoppt die Auslieferung des Diesel-Bullis. Foto: Philipp von Ditfurth Hannover, 08.12.2017: Volkswagen Nutzfahrzeuge stoppt die Auslieferung des Diesel-Bullis. Foto: Philipp von Ditfurth Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

Für rund 200 Leiharbeiter endet in wenigen Tagen ihr Einsatz im Volkswagen-Konzern. Nun wollen sie das Unternehmen dazu bringen, sie doch noch in die Stammbelegschaft zu übernehmen – und machen deshalb mit Demonstrationen und Flugblättern auf ihr Schicksal aufmerksam.

Am Samstag beteiligten sich rund 50 von ihnen an einer Kundgebung vor dem Wolfsburger VW-Werk. Vor dem Werk von VW Nutzfahrzeuge (VWN) in Hannover haben einige Arbeiter in den vergangenen Wochen Flugzettel verteilt. „Wir werden trotz Personalmangel und Rekordumsatz nicht übernommen“, werfen sie dem Konzern vor. 

Die 200 betroffenen Leiharbeiter stammen aus der Region Wolfsburg und sind zurzeit noch bei der VW-Zeitarbeitsfirma Autovision angestellt. Sie wurden seit 2015 in Wolfsburg eingesetzt und im Frühjahr 2017 ins VWN-Werk Hannover versetzt. Ihr Einsatz dort soll aber am 22. Dezember enden. „Kurz vor Weihnachten werden wir arbeitslos“, sagte ein Arbeiter.

Er und seine Kollegen argumentieren vor allem mit der guten wirtschaftlichen Lage bei VWN. Die Belegschaft fahre Sonderschichten, der Gewinn sei hoch und die Entscheidung daher „sozial nicht vertretbar“. Außerdem habe das Unternehmen ihnen Hoffnung gemacht, dass sie bei guter Auftragslage übernommen werden.

VW widerspricht

Diesen Vorwurf weist VWN zurück. „Wir haben von Beginn an offen und klar gesagt, dass die Zeitarbeitskräfte nicht in die Stammbelegschaft übernommen werden können“, sagte ein Sprecher. Der Einsatz sei für eine begrenzte Zeit geplant gewesen, und das sei stets so kommuniziert worden. Man bedaure aber die persönliche Situation eines jeden Einzelnen.

Außerdem helfe man den Leiharbeitern, „Brücken in eine andere Beschäftigung zu bauen“. Autovision führe dazu Informationsveranstaltungen durch, zusammen mit anderen Arbeitgebern. Aus Sicht der Leiharbeiter war das bislang allerdings keine große Hilfe. Auf einer Veranstaltung Anfang Dezember seien hauptsächlich Jobs mit Gehältern im Mindestlohn-Bereich sowie Laufbahnen bei der Bundeswehr empfohlen worden, sagte ein Teilnehmer.

VWN hat im laufenden Jahr zahlreiche Leiharbeiter in die Stammbelegschaft übernommen, mit befristeten Arbeitsverträgen. Die exakte Zahl nennt das Unternehmen nicht. Die 200 Leiharbeiter, die das Werk nun höchstwahrscheinlich vor Weihnachten verlassen, werden voraussichtlich durch Leiharbeiter ersetzt, die zurzeit noch im VW-Werk Osnabrück eingesetzt sind.

Von Christian Wölbert

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