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Volkswagen Wegen Stahlpreisabsprache: VW muss Millionenstrafe zahlen
Nachrichten Volkswagen Wegen Stahlpreisabsprache: VW muss Millionenstrafe zahlen
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15:28 21.11.2019
Absprache bei den Stahlpreisen: Die illegale Praxis ging von der Stahlindustrie aus. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa
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Wolfsburg

Das Bundeskartellamt hat wegen Preisabsprachen bei Stahl rund 100 Millionen Euro an Bußgeldern gegen Volkswagen, Daimler und BMW verhängt. Die Unternehmen hätten sich von 2004 an beim Einkauf von Langstahl abgesprochen, teilte das Bundeskartellamt am Donnerstag mit. Sie haben nach Angaben der Bonner Wettbewerbshüter den Sachverhalt anerkannt und einer einvernehmlichen Beendigung des Verfahrens zugestimmt. Den beteiligten Stahlproduzenten, von denen die illegale Praxis ausging, hatte das Kartellamt bereits im vergangenen Jahr 205 Millionen Euro Strafzahlungen auferlegt. VW zahlt nun mit 48,7 Millionen Euro den größten Anteil.

Auslöser der Absprachen waren in den Jahren 2003 und 2004 Drohungen der Stahlhersteller. Diese hätten „einseitig und zum Teil unter Androhung von Lieferstopps“ die Preisberechnung verändert, hieß es in der Mitteilung der Behörde. Die Autohersteller akzeptierten die Berechnungsformeln und verfuhren bis Anfang 2016 danach, bis Ende 2013 gab es zweimal jährlich Treffen aller Beteiligten.

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Volkswagen betonte in einer Stellungnahme, es handle sich „nicht um klassische Kartellverstöße wie Preisabsprachen, Gebiets- oder Kundenaufteilungen“. Die Berechnungsformeln für Schrott- und Legierungszuschläge seien dem Wolfsburger Konzern von den Stahlherstellern vorgegeben worden: „Andernfalls drohten Lieferungen auszufallen“, hieß es in der Stellungnahme.

Von der Redaktion