Volkswagen öffnet Jahrgang 1963 für Altersteilzeit bei VW
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Volkswagen öffnet Jahrgang 1963 für Altersteilzeit bei VW

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11:29 16.09.2020
Über die Altersteilzeit will Volkswagen den Personalabbau sozialverträglich gestalten. Jetzt wurde der nächste Geburtenjahrgang für die Regelung geöffnet. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Gute Nachrichten für die VW-Belegschaft: Der Vorstand hat jetzt den nächsten Jahrgang für die Altersteilzeit freigegeben. In Kürze können damit die Beschäftigten des Geburtenjahrgangs 1963 Altersteilzeit beantragen. Für schwerbehinderte Mitarbeiter wurde zudem der Geburtenjahrgang 1964 geöffnet. Das teilte jetzt der VW-Betriebsrat per Extrablatt der „Mitbestimmen“ mit. Zuvor hatte sich der Betriebsrat bereits seit längerem für die schnelle Öffnung des nächsten Jahrgangs stark gemacht. Die Altersteilzeit ist ein wichtiges Instrument, um den im Zukunftspakt vereinbarten Personalabbau sozialverträglich zu gestalten.

Zudem ist die Regelung bei den Beschäftigten äußerst beliebt. Mehr als 2600 Mitarbeiter des Jahrgangs 1962 haben bisher Altersteilzeitverträge abgeschlossen. Das entspricht fast 70 Prozent. Das zeigt, welche wichtige Bedeutung der frühere Ausstieg aus dem Berufsleben für unsere Kolleginnen und Kollegen, aber auch für uns als ganzes Unternehmen hat“, betont Betriebsratschef Bernd Osterloh.

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Altersteilzeit soll Personalabbau sozialverträglich gestalten

Denn die Transformation wird Jobs kosten. Durch Digitalisierung und den Umstieg auf E-Mobilität werden künftig wesentlich weniger Arbeitsplätze in der Auto-Industrie benötigt. Bei Volkswagen haben Vorstand und Belegschaft diesen Abbau von Arbeitsplätzen über den Zukunftspakt und die Roadmap Digitale Transformation geregelt. Diese Ziele erreichen wir nur, wenn wir über die Altersteilzeit die Möglichkeit bekommen, Kolleginnen und Kollegen in neue Tätigkeiten zu qualifizieren und ihnen dann auch einen Arbeitsplatz bieten können. Zur Wahrheit gehört auch: Die Belegschaft wird kleiner, und diesen Abbau gestalten wir sozialverträglich über die Altersteilzeit“, erklärt Bernd Osterloh.

Bernd Osterloh: „Zuerst werden Verträge über die langen Laufzeiten wie zum Beispiel sechs Jahre abgeschlossen, damit die Kolleginnen und Kollegen auch rechtzeitig in Altersteilzeit und dann in die Rente können.“ Quelle: VW-Betriebsrat

Nun geht Volkswagen mit der Öffnung des Jahrgangs 1963 dafür den nächsten Schritt. Die Betroffenen haben dabei die Wahl zwischen zwei Modellen. „Zuerst werden Verträge über die langen Laufzeiten wie zum Beispiel sechs Jahre abgeschlossen, damit die Kolleginnen und Kollegen auch rechtzeitig in Altersteilzeit und dann in die Rente können. Kürzere Laufzeiten werden dann im nächsten Jahr abgeschlossen“, so Osterloh. Die Erfahrung zeigt: Der überwiegende Teil der Mitarbeiter entscheidet sich dabei für längeren Laufzeiten.

Wann die Anträge eingereicht werden, steht noch nicht genau fest. „Ich weiß, dass die Personaler gerade eine Info vorbereiten, in der alles ganz genau steht“, kündigt Osterloh an. Vorfreude auf den verdienten Ruhestand ist aber in jedem Fall schon angebracht.

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Von Steffen Schmidt