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Volkswagen VW soll in Australien Millionenstrafe zahlen
Nachrichten Volkswagen VW soll in Australien Millionenstrafe zahlen
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10:18 20.12.2019
Weiteres Urteil im Abgasskandal: Wegen Verstößen gegen das Verbrauchergesetz soll Volkswagen in Australien umgerechnet 77,5 Millionen Euro Strafe zahlen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Sydney

Ein Gericht in Australien hat Volkswagen im Abgasskandal zu Strafen von 125 Millionen australischen Dollar (rund 77,5 Millionen Euro) verurteilt. Der deutsche Autobauer habe gegen das Verbrauchergesetz des Landes verstoßen, hieß es am Freitag zur Begründung. Nach Angaben der Verbraucherschutzbehörde ACCC handelt es sich um die bislang höchste Gerichtsstrafe für einen solchen Verstoß in Australien.

VW prüft Anfechtung des Urteils

Volkswagen teilte mit, das Unternehmen werde in den kommenden Wochen prüfen, ob es die Entscheidung des Gerichts anfechten wird. Eine mit der Verbraucherschutzbehörde zunächst erzielte Einigung auf eine Strafe von 75 Millionen australischen Dollar sei angemessen gewesen. Das Gericht sei von diesem Betrag abgewichen. Eine von der ACCC gegen Audi eingereichte Klage sei dagegen vom Gericht abgewiesen worden.

Klage der australischen Verbraucherschutzbehörde

Die australische Verbraucherschutzbehörde hatte Volkswagen im September 2016 verklagt. VW-Kunden seien betrogen worden, weil das deutsche Unternehmen in Australien mehr als 57 000 Fahrzeuge mit der Behauptung verkauft habe, sie seien umweltfreundlich und verursachten nur niedrige Emissionen, hieß es damals. Im März 2017 folgte dann die Klage gegen die Tochter Audi.

Mit Sammelklägern gab es bereits eine Einigung

Unabhängig von diesem Rechtsstreit hatte sich Volkswagen dieses Jahr bereits mit Sammelklägern in Australien grundsätzlich auf einen Vergleich geeinigt. Die 100 000 vom Dieselskandal betroffenen australischen Kunden könnten im Schnitt bei Teilnahme aller Fahrzeuge mit einer Zahlung von 1400 australischen Dollar (870 Euro) rechnen, hatte der Konzern im September mitgeteilt.

Von dpa

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