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Volkswagen VW ist mit eigenem Truck beim Berliner CSD dabei
Nachrichten Volkswagen VW ist mit eigenem Truck beim Berliner CSD dabei
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17:00 26.07.2019
Berlin: Teilnehmer des Christopher Street Day (CSD) ziehen feiernd durch die Stadt. Quelle: dpa
Wolfsburg

Volkswagen nimmt in diesem Jahr zum ersten Mal in Berlin am Christopher Street Day (CSD) mit einem Paradetruck teil – und bezieht so klar Stellung für Vielfalt und gegen Diskriminierung. Beschäftigte von Volkswagen und das Diversity Management des Konzerns haben das LGBT* and friends-Netzwerk „We Drive Proud“ gegründet, das nicht nur Belange lesbischer, schwuler, bisexueller, trans*- sowie inter* und queerer Personen vertritt: Es will den Kulturwandel im Unternehmen mitgestalten.

130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden am Samstag unter dem Motto „We Drive Diversity” mit einem Paradetruck am CSD teilnehmen. Er ist dekoriert mit einem großen Volkswagen Logo auf regenbogenfarbenem Grund. Der Wagen hat die Startnummer #33.

„We drive proud“: So präsentiert sich das LGBT* and friends-Netzwerk im Volkswagen-Konzern. Quelle: Volkswagen

Volkswagen steht für Vielfalt, für Weltoffenheit und für Toleranz“, sagt VW-Personalvorstand Gunnar Kilian. „Wir engagieren uns gegen Diskriminierung jeglicher Art.“ Angeregt vom Mitarbeiternetzwerk ,We Drive Proud‘, zeige Volkswagen dieses Engagement deutlich durch die Teilnahme am Christopher Street Day, so Kilian weiter.

Das Unternehmen will Vorbehalte abbauen

Organisiert hat die Teilnahme am CSD das LGBT* and friends-Netzwerk „We drive Proud“, das VW-Mitarbeiter gemeinsam mit dem Diversity Management im März 2019 gegründet haben. LGBT* and friends ist die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell und trans*.

„Es ist sehr wichtig, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich wertgeschätzt fühlen und eventuelle Vorbehalte abgebaut werden“, sagt Elke Heitmüller, Leiterin des Diversity Managements bei Volkswagen. Man wolle außerdem, dass alle Beschäftigten im Unternehmen sensibel für alle Kunden seien, „egal welche Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder sexuelle Ausrichtung diese haben“.

VW-Vorstand unterstützt Teilnahme am CSD aktiv

Thore Masekowitz, einer der Organisatoren von „We drive Proud“, ergänzt: „Für das Unternehmen ist es wichtig, dass Mitarbeitende ihre Identität offen zeigen können. Wenn keine Energie mehr verschwendet wird, um sich zu verstellen oder zu verstecken, können wir zusammen tolle Produkte herstellen.“

Das Netzwerk sowie die Teilnahme am Christopher Street Day werden vom Diversity Management und dem Vorstand aktiv unterstützt. „Für das Netzwerk ‚We Drive Proud‘ war es wichtig, dass das Unternehmen Flagge zeigt“, sagt Elke Heitmüller. Durch dieses Signal sollen auch andere ermutigt werden, „im Sinne des Kulturwandels bei Volkswagen Dinge voranzutreiben“.

Christopher Street Day

Der CSD erinnert traditionell an Vorfälle um den 28. Juni 1969 in New York: Nach einer Polizeirazzia in der Bar „Stonewall Inn“ kam es damals zum Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen – mit Straßenschlachten in der Christopher Street. Der 41. Berliner Christopher Street Day legt in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf die Ursprungstage der Schwulen- und Lesbenbewegung. Unter dem Motto „Stonewall 50 – Every riot starts with your voice“ (deutsch: „Jeder Aufstand beginnt mit deiner Stimme“) sollen frühe Aktivisten, deren Namen heute kaum noch geläufig seien, gewürdigt werden. Zu der Parade in der Hauptstadt werden in diesem Jahr 600.000 Besucher erwartet.

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