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Volkswagen Volkswagen investiert 125 Millionen: So profitieren die Mitarbeiter in der Wolfsburger Produktion
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VW investiert 125 Millionen: So profitieret Wolfsburger Produktion

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16:00 22.12.2021
Tiguan-Fertigung in Wolfsburg: Vor allem Produktionsmitarbeiter im Wolfsburger Stammwerk sollen bessere Arbeits- und Pausenbedingungen bekommen.
Tiguan-Fertigung in Wolfsburg: Vor allem Produktionsmitarbeiter im Wolfsburger Stammwerk sollen bessere Arbeits- und Pausenbedingungen bekommen. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Volkswagen will in den kommenden fünf Jahren insgesamt 125 Millionen Euro in die Modernisierung seiner sechs deutschen Standorte investieren. Ein Großteil der Summe fließt ins Wolfsburger Stammwerk und hier in den direkten Bereich – die Produktion. Hauptziel der Maßnahmen ist die Schaffung eines „attraktiveren Arbeitsumfelds“.

Die Hälfte des Geldes fließt nach Wolfsburg

Schon jetzt gilt Volkswagen bei seinen Beschäftigten laut den ersten Ergebnissen seines aktuellen „Stimmungsbarometers“ als „attraktiver Arbeitgeber“. Doch damit ist das Unternehmen noch nicht zufrieden: Es will jährlich 25 Millionen Euro in die Modernisierung des Arbeitsumfelds an seinen deutschen Standorten investieren – fünf Jahre lang. Das Geld soll nach Belegschaftsgröße verteilt werden. In Wolfsburg arbeiten mit über 60.000 Menschen rund die Hälfte aller VW-Beschäftigten in Deutschland – das heißt: Die Hälfte der Investitionen fließt in den kommenden Jahren nach Wolfsburg.

Daniela Cavallo: Die Betriebsrats-Vorsitzende freut sich über „einen Batzen Geld“, den VW ins direkte Arbeitsumfeld investieren will. Quelle: Volkswagen-Betriebsrat

Hinzu kommt, dass 80 Prozent des Geldes in den direkten Bereich rund um die Produktion fließen soll, 20 Prozent sollen in den indirekten Bereich (Büroarbeitsplätze) investiert werden. Wichtig: Es geht nur um die Verbesserung der Arbeitsumgebung, nicht um Investitionen in Fertigungsanlagen oder -abläufe. Konkret heißt das: Produktionsmitarbeiter bekommen eine neue Ausrüstung und Ausstattung, ästhetische Mängel in Team- und Gemeinschaftsräumen sollen beseitigt und die digitale Ausrüstung mit Tablets oder Computern verbessert werden. Zudem sollen zeitgemäße Technik und modernes Mobiliar in Pausen-, Meeting- und Erholungsräumen zur Verfügung gestellt werden.

Kommunikation und Teamautonomie sollen gestärkt werden

Als weitere Ziele geben Unternehmensführung und Betriebsrat aus: Verbesserung von Kommunikation und Zusammenarbeit, Schaffung von Ruhezonen, Steigerung von Teamautonomie, Verbesserung der Ergonomie und Erhöhung des Service-Angebots für Mitarbeiter. Alle Maßnahmen sollen „spürbare Auswirkungen auf Arbeits- und Ruheumgebung haben“. Zudem solle die „hybride Arbeit“ (Mischung aus Präsenz und digitaler Arbeit) gestärkt werden.

Gunnar Kilian: Der VW-Personalvorstand will die Attraktivität von Volkswagen als Arbeitgeber weiter stärken. Quelle: Volkswagen

VW-Personalvorstand Gunnar Kilian ist mit dem Modernisierungsfonds zufrieden: „Mit dem Modernisierungsfonds investieren wir nachhaltig in eine weitere Steigerung unserer Arbeitgeberattraktivität. Das ist für unsere Transformation elementar wichtig, da Arbeitsumgebung sowie Arbeitsausstattung zentrale Faktoren einer zielgerichteten und effizienten Arbeit sind.“

Auch die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo betont: „125 Millionen Euro außer der Reihe sind ein Batzen Geld. Geld, das auf eine Initiative der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat zurückgeht. Die Summe fließt nur in Themen, für die bisher noch kein Budget vorgesehen war. Es geht also um zusätzliche Aufwertungen im direkten Arbeitsumfeld unserer Kolleginnen und Kollegen.“

Die Entscheidung über die konkreten Maßnahmen trifft jährlich ein Gremium aus Konzern-Personalvorstand, der Vorstände für Produktion und Logistik der Marken VW, VWN und Group Components, der Gesamtbetriebsratsvorsitzenden sowie der Vorsitzenden der Standort-Betriebsräte. Eine Vorauswahl soll am jeweiligen Standort getroffen werden. Für Wolfsburg soll ein Gremium unter dem Planungsausschuss eingerichtet werden.

Von Carsten Bischof