Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Volkswagen VW investiert Millionen in Testgelände in Ehra-Lessien
Nachrichten Volkswagen VW investiert Millionen in Testgelände in Ehra-Lessien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 17.02.2019
VW-Prüfgelände in Ehra-Lessien: Volkswagen plant den Bau neuer Teststrecken zur Erprobung von Assistenzsystemen. Quelle: dpa
Wolfsburg

Volkswagen erweitert sein Testgelände in Ehra-Lessien zur Entwicklung von Zukunftstechnologien und neuen Fahrerassistenzsystemen. Das Unternehmen will rund 8,5 Millionen Euro in den Bau neuer Teststrecken und Versuchsflächen investieren. Die Bauarbeiten sollen Anfang März beginnen und bis Ende Juli dauern.

Eine Fläche von umgerechnet 17 Fußballfeldern wird versiegelt

Der Ausbau des Prüfgeländes dient laut VW „zur Entwicklung von Systemen zu vorausschauender Fahrzeugsicherheit“. Die Erweiterung erfolgt laut Baubeschreibung im Innenbereich des bestehenden VW-Prüfgeländes auf einer Fläche von rund 45 Hektar. Dafür soll eine Fläche von 121.800 Quadratmetern versiegelt werden, was umgerechnet rund 17 Fußballfeldern entspricht.

Auf einer rund 1130 Meter langen Strecke wird ein Autobahn-Szenario abgebildet

Im Zentrum stehen drei neue so genannte Multifunktionsflächen. Im Bereich „Autobahn und Fahren“ will VW verschiedene Fahrerassistenzsysteme erproben – darunter auch autonome Fahrzeuge, die ohne menschliches Zutun unterwegs sind. Hier soll eine rund 1130 Meter lange Strecke errichtet werden, auf der ein Autobahn-Szenario abgebildet wird. In einem angrenzenden Bereich sind Tests von Lichtsystemen und deren Verhalten in verschiedenen Kurven geplant.

Lesen Sie auch: VW stellte Zukunftstechnologien auf Testgelände vor

Typische Verkehrssituationen im innerstädtischen Verkehr will VW auf der Multifunktionsfläche „Straße 9“ erproben. Dabei simulieren Fußgängerattrappen an zwei Kreuzungen das Überqueren der Fahrbahn. Zusätzlich testet VW hier weitere Assistenzsysteme bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die gesamte Fahrbahnbreite beträgt acht Meter und entspricht einer großflächig ausgebildeten Landstraße. In diesem Bereich errichtet VW auch eine Wendeschleife und einen Kreisel zur Erschließung. Daran angeschlossen ist auch die rund 5000 Quadratmeter große Multifunktionsfläche „Parken“ zur Erprobung verschiedener Einparkhilfen.

Fast 82.000 Quadratmeter Kiefernwald müssen weichen

Neben den Teststrecken und Versuchsflächen will VW ein Werkstattgebäude und Bürocontainer, Sichtschutzwälle und -zäune sowie zwei Versickerungsbecken für Oberflächenwasser bauen. Mehr als zehn Hektar Wald, darunter fast 82.000 Quadratmeter Kiefernwald, müssen weichen. Das geht aus den Antragsunterlagen hervor, die der Landkreis Gifhorn im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung veröffentlicht hat. Einwände gegen das Vorhaben können noch bis zum 4. April vorgebracht werden.

Lesen Sie auch: VW-Fahrer stirbt nach Unfall auf Teststrecke

Die Bauarbeiten sollen demnach zwischen dem 1. März und dem 31. Juli werktags zwischen 6 und 20 Uhr erfolgen. In diesem Zeitraum ist teilweise ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der B 188 zu erwarten: Bei Anlieferung der Baustoffe sollen es maximal 15 bis 20 Sattelzüge pro Stunden sein.

Das VW-Prüfgelände in Ehra-Lessien nimmt eine Fläche von elf Millionen Quadratmetern (1100 Hektar) ein. Dort werden auf 170 Landstraßenkilometern Autos einem Härtetest unterzogen. Die Schnellfahrbahn im weiten Oval ist 21 Kilometer lang – dort erreicht der Bugatti Veyron seinen Geschwindigkeitsrekord von 431 Stundenkilometern. Zudem werden auf speziellen Geländestrecken die SUV getestet.

Von Florian Heintz

Der erste Bulli, der als Radarblitzer in Niedersachsen im Einsatz war, stand 54 Jahre lang unbeachtet in Scheunen und Garagen. Jetzt ist er wieder aufgetaucht und Teil der Oldtimersammlung von Volkswagen Nutzfahrzeuge.

27.02.2019

Dämpfer für Volkswagen zum Jahresbeginn: Die Auslieferungen der Marke VW gingen im Januar deutlich zurück. Vor allem auf dem wichtigsten Einzelmarkt China und in Europa sanken die Verkäufe.

13.02.2019

Die Gründe für die Entlassungen im vergangenen Jahr sind vielfältig. Häufig fehlten die betroffenen VW-Beschäftigten unentschuldigt am Arbeitsplatz. Aber auch der Diesel-Skandal war in einigen Fällen die Ursache für die Trennung.

13.02.2019