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Volkswagen VW: Werkeisenbahn-Mitarbeiter tauschen uralte Schienen aus
Nachrichten Volkswagen VW: Werkeisenbahn-Mitarbeiter tauschen uralte Schienen aus
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11:27 22.08.2019
Im VW-Werk: Mitarbeiter tauschen alte Bahnschienen aus. Quelle: VW
Wolfsburg

Das Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg ist Europas größte Automobilfabrik. Auf einem Gelände von rund 6,5 Quadratkilometern befinden sich mehr als 100 Werkshallen, in denen mehr als 60.000 Mitarbeiter forschen, produzieren und vieles mehr. Vor mehr als 80 Jahren wurde der Grundstein hierfür gelegt: Mit der Eisenbahn wurde das Material zur Errichtung der ersten Werkshallen angeliefert. Somit war das allererste, was auf der grünen Wiese und nördlich des Mittellandkanals verlegt wurde, Bahngleise.

Aktuell erneuern Mitarbeiter der Werkeisenbahn Teile des rund 60 Kilometer langen Schienennetzes – und machten dabei eine ganz besondere Entdeckung: Schienen, datiert auf die Jahre 1909 bis 1938, wie durch die Walzzeichen am Steg der alten Gleise abzulesen war. „Eine echte Überraschung“, sagt Philipp Klein, stellvertretender Eisenbahnbetriebsleiter der Werkeisenbahn.

VW übernahm gebrauchte Bahnschienen

Im Rahmen des Aufbaus des Werkes und auch später in den 50er Jahren fanden viele gebrauchte Schienen ihren Weg zur Volkswagen-Werkeisenbahn. Sie waren ursprünglich im Netz der damaligen Reichsbahn irgendwo in Deutschland im Einsatz. Das Werk benötigte zu dieser Zeit Gleise für Halle 40 und kaufte dafür die gebrauchten Schienen. Dort, wo heute Tiguan, Touran, Golf, Sportsvan sowie Seat Tarraco auf Züge verladen werden, ging auch schon der Käfer auf den Gleisen von Halle 40 in alle Welt.

Nachdem die Kanten der alten Gleise irgendwann abgefahren waren, drehten die Werkeisenbahner die Schienen einfach auf die andere Seite. So bekamen die Gleise ein zweites Leben – durchaus üblich bei Rangierbahnhöfen wie dem im Werk. Lokomotiven und Waggons schliffen mit ihren Stahlrädern zunächst die eine und später die andere Kante der Gleise ab. „Der Austausch ist jetzt nach mehr als 110 Jahren Einsatzdauer an der Zeit gewesen. Bis dahin hatten die Gleise eine Top-Qualität“, staunt Klein.

Mit Schneidbrenner zerteilen

Er und sein Team zerteilen die alten Schienen nach und nach mit dem Schneidbrenner. Auch die alten Eichenschwellen aus den 50er Jahren haben ausgedient und werden gegen stabilere Betonschwellen ersetzt. Ein neues Schotterbett gibt den nagelneuen Schienen ab jetzt für viele Jahrzehnte Halt. Insgesamt verlegen die Mitarbeiter der Werkeisenbahn rund 2500 Meter neue Schienen und wechseln rund 2000 Holzschwellen gegen Betonschwellen aus.

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