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Volkswagen So funktioniert die Batterie im VW ID.3
Nachrichten Volkswagen So funktioniert die Batterie im VW ID.3
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20:06 09.12.2019
Rein elektrisch: Der Volkswagen ID.3. Das Herzstück, die Batterie, stammt aus Braunschweig. Quelle: Volkswagen
Braunschweig

Bis zu 550 Kilometer mit einer Batterieladung kann der rein elektrische ID.3 von Volkswagen zurücklegen. Er ist das erste Modell einer Baureihe von Fahrzeugen auf Basis des modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB). Dank der Schnellladefähigkeit lässt sich der ID.3 mit 100 kW Ladeleistung innerhalb von 30 Minuten um rund 290 Kilometer Reichweite (WLTP) nachladen.Möglich macht dies das Herzstück des E-Fahrzeugs: die Batterie. Diese stammt aus dem Werk Braunschweig. 500 000 dieser Energiespeicher sollen dort künftig pro Jahr gefertigt werden.

Neues Zentrum für Batteriekompetenz

Das Werk der Volkswagen Group Components in Braunschweig spielt eine entscheidende Rolle bei der E-Mobilitätsoffensive von VW. So werden dort bereits seit 2013 Batteriesysteme für E-Fahrzeuge in Serie produziert. Und auch die Entwicklung des gesamten MEB-Batteriesystems inklusive der Hard- und Software fand dort statt. Auf einer Fläche von ungefähr neun Fußballfeldern ist ein Neubau mit modernster Anlagen- und Produktionstechnik entstanden.

Variabler Aufbau

Das Hochvolt-Batteriesystem ähnelt äußerlich einer Tafel Schokolade. Im Inneren des Systems werden bis zu zwölf Batteriemodule verbaut und miteinander verschaltet. Für das Hochvolt-Batteriesystem werden Lithium-Ionen-Zellen genutzt, wie sie auch in Mobiltelefonen oder Notebooks eingebaut sind. Eine einzelne Batteriezelle ist die kleinste Einheit im Batteriesystem. Sie kann Energie speichern und wieder abgeben. 24 dieser Zellen werden derzeit in einem Batteriemodul gekoppelt. Die Anzahl der Module, die dann zu einem Batteriesystem zusammengesetzt werden, ist variabel.

Von der Zelle bis zum Antrieb: Die Zusammensetzung des Batteriesystems in der MEB-Plattform Quelle: Volkswagen

Mehr als 400 Volt Spannung

Dieser modulare Aufbau ermöglicht maximale Flexibilität: Je höher die vom Kunden gewünschte Reichweite, desto mehr Module werden im Batteriesystem verbaut. Die grundlegende Struktur aber bleibt stets gleich. Für den ID.3 werden bis zu zwölf Module über Hochvoltverbinder zu einem Batteriesystem zusammengefügt. Bis zu 408 Volt Spannung liegen dabei im System an – deutlich mehr als an der heimischen Steckdose, die nur 230 Volt liefert.

Die Bestandteile des MEB-Batteriesystems Quelle: Volkswagen

Eine Leistungselektronik steuert den Hochvolt-Energiefluss zwischen der Batterie und dem E-Motor und wandelt dabei den in der Batterie gespeicherten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) für den Traktionsmotor um. Gleichzeitig wird das 12-Volt-Gleichstrom-Bordnetz mit Hilfe eines DC/DC-Wandlers mit Niederspannung versorgt. Aufgeladen wird die Batterie im normalen Wechselstromnetz mit einer maximalen Ladeleistung von 11 kW und im Gleichstromnetz mit bis zu 125 kW.

Zentrale Verteilstelle für die Energie

Der MEB schöpft die technischen Möglichkeiten der Elektromobilität voll aus. Das E-Fahrzeug kann praktisch um die Batterie herum entwickelt werden, sodass für den Energiespeicher ausreichend Platz zur Verfügung steht. Durch diesen konstruktiven Ansatz ergeben sich zahlreiche Vorteile für die Positionierung der Antriebskomponenten und Zusatzaggregate. Die flache Bauweise und Anordnung der Batterie im Fahrzeugunterboden ermöglicht zudem einen großzügigen Fahrzeuginnenraum.

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