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Volkswagen VW: Forschung und Entwicklung wird künftig bei Audi gebündelt
Nachrichten Volkswagen VW: Forschung und Entwicklung wird künftig bei Audi gebündelt
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10:56 02.03.2020
Audi: Die Ingolstädter Premiummarke soll die Forschung und Entwicklung im VW-Konzern effizienter machen. Quelle: Ronald Wittek/dpa
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Wolfsburg

Die Volkswagen AG stärkt die Rolle von Audi im Konzern. So wird Audi mit Markus Duesmann als neuem CEO die Führung für Forschung und Entwicklung im Markenverbund übernehmen. Im Zuge der Neuordnung der Kompetenzen und Verantwortlichkeiten plant Volkswagen einen aktienrechtlichen Squeeze-Out durchzuführen, um die frei an der Börse gehandelten 0,36 Prozent der Audi-Aktien zu übernehmen.

Kräfte bündeln

Herbert Diess, VW-Vorstandsvorsitzender und Audi-Aufsichtsrats-Chef betont: „Angesichts der hohen Veränderungsdynamik in der Industrie bündeln wir unsere Kräfte im Volkswagen-Konzern. Künftig wird die Marke Audi mit Markus Duesmann als neuem Vorstandsvorsitzenden den Lead für Forschung und Entwicklung im Volkswagen-Konzern und damit schnell die technische Führung übernehmen.“ Eine Schwächung des Standortes Wolfsburg ergibt sich dadurch nicht.

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Mit Blick auf den Anlauf der neuen Elektro-Plattform PPE soll auch die neue konzernweite Einheit „Car.Software-Organisation“ ihren organisatorischen Schwerpunkt in Ingolstadt haben – aber auch an vielen anderen VW-Standorten, darunter natürlich auch Wolfsburg, präsent sein. Die neugegründete Gesellschaft bündelt die Software-Entwicklungsaktivitäten an den verschiedenen Standorten des Volkswagen Konzerns. Ziel ist es, bis 2025 den Anteil der Software-Eigenentwicklung im Volkswagen Konzern auf 60 Prozent zu steigern.

VW übernimmt auch die letzten Audi-Anteile

Im Zuge der Neuordnung der Kompetenzen und Verantwortlichkeiten im Volkswagen Konzern plant VW seine Beteiligung an AUDI von derzeit rund 99,64 Prozent auf 100 Prozent zu erhöhen. Mit „effektiven Strukturen“ möchte der Konzern den Herausforderungen der Transformation noch schlagkräftiger begegnen. Audi-CEO Bram Schot: „Es ist genau der richtige Weg, sich nicht am organisatorischen Status Quo aufzuhalten, sondern die Vorteile des Konzern-Verbunds konsequent zu nutzen. Mit einem stärkeren Job-Split im Konzern können wir Zukunftsthemen agiler und flexibler steuern.“

Audi AG bleibt eigenständig

Die Audi AG bleibt eine Aktiengesellschaft. Sie behält eine kapitalmarktfähige Rechtsform und die Mitbestimmung der Beschäftigten bleibt unangetastet. „Dafür haben wir uns als Audi-Arbeitnehmervertreter eingesetzt und durchgesetzt,“ so Peter Mosch, Audi-Gesamtbetriebsratsvorsitzender. „Die Eigenständigkeit der Marke bleibt erhalten.“

Der aktienrechtliche Squeeze-Out soll in der Hauptversammlung der AUDI AG beschlossen werden. Vor diesem Hintergrund wird die ursprünglich für den 14. Mai geplante ordentliche Hauptversammlung auf einen Termin im Juli oder August 2020 verschoben.

Von der Redaktion