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Volkswagen So arbeitet das VW-Werk Wolfsburg in der Urlaubszeit
Nachrichten Volkswagen So arbeitet das VW-Werk Wolfsburg in der Urlaubszeit
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18:00 29.07.2019
Besprechen den Umbau der Anlage für das Füllerschleifen: Uwe Kusian (l.) und Arthur Klassen aus der Serienplanung Lackiererei. Quelle: Volkswagen
Wolfsburg

Nicht alle Mitarbeiter des VW-Werkes Wolfsburg sind gerade im Urlaub. Viele sind im Einsatz und arbeiten an den rund 400 Umbaumaßnahmen im Werk, in den sechs geöffneten Betriebsrestaurants oder haben Dienst an den Toren. Bis zu 2000 Beschäftigte, sowohl von Volkswagen als auch von Partnerfirmen, machen während des Werkurlaubs die Produktion in Wolfsburg ergonomischer, nachhaltiger und sicherer.

Neben dem Optimieren und Instandhalten vorhandener Anlagen sowie der Installation neuer Roboter steht in diesem Jahr auch die Integration neuer Modelle auf dem Plan. Dazu gehören erste Einrüstungsarbeiten für den Golf Variant, der mit der achten Golf-Generation heimkehrt nach Wolfsburg.

Laserschweißen am Golf Variant

Thomas Heidmann, Serienplanung Karrosseriebau, und seine Kollegen bauen gerade eine neue Station beim sogenannten „Dachframer 1“ auf. Hier schweißen demnächst Roboter mit dem Laser an Dach und Seitenteilen des Golf Variant. Bislang wurden an dieser Station nur Sportsvan und Golf bearbeitet. „Ab Weihnachten ist die Anlage voll einsatzfähig“, erklärt Heidmann.

Hier einige Bilder von den Umbaumaßnahmen:

In der Lackiererei des Fertigungsbereiches von Tiguan, Touran und Seat Tarraco installieren Teams derzeit eine Anlage für das Füllerschleifen. Roboter schleifen hier demnächst automatisch Dach- und Seitenkonturen des Seat Tarraco. So kann der Lack anschließend sauber auf das Fahrzeug aufgetragen werden. Weil die Arbeitsschritte nur wenig ergonomisch sind, sind die Maschinen eine große Entlastung für die Beschäftigten. „Nach dem Ende des Werkurlaubs startet die Anlage in den Testbetrieb“, sagt Uwe Kusian, Serienplanung Lackiererei. „Die Arbeiten gehen gut voran“, freut er sich.

Neue Schraubstation hat ordentlich Schwung

In der Montage von Tiguan, Touran und Seat Tarraco schreitet die Arbeit an der neuen vollautomatischen Schraubstation voran. Sieben neue Roboter ziehen bald mit hohen Drehmomenten Schrauben für Motorlager, Aufprallträger, Anhängervorrichtungen, Sicherheitsgurte und Massemuttern fest. Pro Fahrzeug sind das insgesamt bis zu 35 Schrauben, die im Minutentakt von den automatischen Helfern verschraubt werden. Das neue System steigert die Qualität, entlastet die Mitarbeiter und reduziert den Arbeitsaufwand. Nach dem Werkurlaub startet die Schraubstation in den Testbetrieb.

Lesen Sie auch: VW feiert Bergfest im Werksurlaub

Die Anlage ist eine der Maßnahmen aus dem sogenannten „Weltbebauungsplan“. Dieser enthält internationale Best-Practices, die sich bewährt haben und nach und nach in den Werken des Konzerns installiert werden sollen. „Da es sich um ein Automatisierungsprojekt mitten in der Montagelinie handelt, sind solche produktionsfreien Zeiträume im Werkurlaub für die Umbauarbeiten unerlässlich. Zudem können wir uns im Werksurlaub konzentrierter im Team um einzelne Maßnahmen kümmern“, sagt Christian Maring, Serienplanung Mechanisierung/Vormontage.

Sechs Betriebsrestaurants im Werkurlaub geöffnet

Nicht nur die Beschäftigen bei den Umbaumaßnahmen freuen sich täglich auf ein leckeres Mittagessen oder den Snack am Nachmittag. Deswegen arbeiten Zentralküche und Schlachterei im Normalbetrieb. Denn: Sie beliefern auch andere Standorte. Sechs Betriebsrestaurants allein in Wolfsburg empfangen ihre Gäste auch während des Werkurlaubs zu den gewohnten Essenszeiten. Bis zu 40.000 Portionen gehen hier über die Theken der Restaurants und SB-Shops – pro Tag. Außerhalb des Werksurlaubs sind es bis zu 80.000 Portionen in Wolfsburg.

Werkfeuerwehr und Werkschutz sorgen für Sicherheit

Auch die Werkfeuerwehr ist im Urlaub besetzt. Dreiviertel der Kolleginnen und Kollegen sorgen im Werksurlaub für Brandschutz. Der Werkschutz ist in der Urlaubszeit an den Toren und Empfängen ebenso im Einsatz. Alle Tore sind zwar geöffnet, die Öffnungszeiten haben die Werkschützer aber dem Bedarf angepasst. Und auch hier wird umgebaut: Die Werkschützer nutzen die entspanntere Zeit, um die Elektronik am Werktor CKD/Halle 103 zu erneuern. Martin Hanak, Werkschutz Tordienste: „Es ist insgesamt schon ruhiger hier. Viele Mitarbeiter sind im Urlaub“, berichtet er und fügt lächelnd hinzu: „Ich hatte meinen Urlaub ja schon. Ich war in Cuxhaven.“

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