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13:24 25.02.2019
Christian Senger: Neuer VW-Markenvorstand für Digital Car & Services. Quelle: Volkswagen
Wolfsburg

Christian Senger wird neuer VW-Markenvorstand für Digitalisierung. Der 44-Jährige wird zum 1. März das neu geschaffene Ressort Digital Car & Services bei der Marke VW-Pkw übernehmen und diesen Bereich gleichzeitig auch auf Konzernebene verantworten, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit trägt Senger die Gesamtverantwortung für die Koordination und Gestaltung der digitalen Aktivitäten inklusive Software des Volkswagen-Konzerns.

Bislang hatte Konzernchef Diess die Entwicklung der Fahrzeugsoftware selbst verantwortet

„Der Anteil der Software im Auto steigt rasant, stellt einen immer größeren Anteil an der gesamten Wertschöpfung dar und bestimmt damit maßgeblich die Leistung und Charakteristik unserer Fahrzeuge“, sagte VW-Konzernchef Herbert Diess laut Mitteilung. „Deshalb werden wir bei Volkswagen die Software-Entwicklung grundlegend stärken. Christian Senger wird dies in seiner neuen Funktion mit Nachdruck vorantreiben.“ Bislang hatte Konzernchef Diess die Entwicklung der Fahrzeugsoftware selbst verantwortet. Er hatte im Januar angekündigt, dass VW die Entwicklung von Software und Hardware künftig voneinander trennen wolle.

Senger leitete bisher die Baureihe e-Mobility und damit die Elektro-Offensive der Marke Volkswagen. Seine Aufgabe im neuen Vorstandsressort ist es, die Software-Aktivitäten zu bündeln und die konzernübergreifende Zusammenarbeit an Software-Konzepten und intelligenten Mobilitätslösungen schlagkräftig aufzustellen. Zugleich will Volkswagen nach eigener Aussage ein besonders attraktiver Arbeitgeber für digitale Experten und Talente werden.

VW verteilt Aufgaben im Markenvorstand neu

Die Einrichtung des neuen Digital-Vorstandspostens ist Teil einer neuen Führungsstruktur bei der Marke VW. In Zukunft liegt die Verantwortung für die Baureihen und Qualitätssicherung bei Ralf Brandstätter, der als COO das Tagesgeschäft bei der Marke VW leitet. Damit will Volkswagen die Verantwortung für die Fahrzeuge bündeln und die Steuerung des operativen Geschäfts stärken. Brandstätter übernimmt das Value Engineering und die Qualitätssicherung der Marke Volkswagen, der Ausschuss für Produktsicherheit (APS) bleibt jedoch in der Verantwortung von Konzernchef Diess. Durch die Veränderung soll der Vorstandsvorsitzende größeren Freiraum für die strategischen Aufgaben im Konzern erhalten.

COO Ralf Brandstätter übernimmt Verantwortung für die Baureihen

Zugleich erhält die Technische Entwicklung deutlich mehr Freiraum für die konzeptionelle Entwicklungsarbeit und Konzernaufgaben. Brandstätter wird als COO die Baureihen Small, Compact sowie Mid/Full übernehmen, die bisher an Frank Welsch berichtet haben. Als Leiter der Technischen Entwicklung wird sich Welsch intensiver um seine Parallelfunktion als Leiter der Konzernforschung und -entwicklung kümmern. Die Baureihe E-Mobilität bleibt dem Vorstandsressort E-Mobilität zugeordnet

Die Verantwortung für das Beschaffungsresort von Konzern und Marke wird in der neuen Struktur zusammengeführt. Konzernvorstand Stefan Sommer wird die Beschaffung Konzern und Marke in Personalunion führen. Die Verantwortung für die Beschaffung der Marke VW durch den Leiter des Konzernressorts soll helfen, interne Prozesse zu verschlanken und Synergien zu schaffen.

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