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Volkswagen Grüner Strom für E-Autos: VW hilft beim Aufbau eines riesigen Solarparks
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Grüner Strom für E-Autos: VW hilft beim Aufbau eines riesigen Solarparks

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15:00 05.01.2022
Riesenprojekt: Im Solarpark in Tramm-Göthen wurden 420.000 Solarmodule installiert – mit Volkswagen als Partner.
Riesenprojekt: Im Solarpark in Tramm-Göthen wurden 420.000 Solarmodule installiert – mit Volkswagen als Partner. Quelle: Sebastian Koch
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Wolfsburg/Tramm-Göthen

Als einer der ersten Autohersteller der Welt unterstützt Volkswagen den Ausbau von erneuerbaren Energien im industriellen Maßstab. So investiert das Unternehmen bis 2025 nach eigener Aussage rund 40 Millionen Euro in den Ausbau von europäischen Wind- und Solarparks. Eines dieser Projekte ist der Solarpark in Tramm-Göthen zwischen Ludwigslust und Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern).

Der Solarpark ist so groß wie 350 Fußballfelder

Der Solarpark ist einer der größten in Deutschland und hat eine Fläche von fast 350 Fußballfeldern. Hier haben Spezialisten 420.000 Solarmodule installiert, die ab sofort so viel Strom liefern sollen, wie – umgerechnet – 50 000 Haushalte pro Jahr verbrauchen. Die Gesamtleistung beträgt 172 Megawatt.

Solarpark Tramm-Göthen: Projektleiter Thomas Heinz fährt – natürlich – einen Volkswagen. Quelle: Sebastian Koch

Und Volkswagen? Ist als Vertragspartner ein verlässlicher Großabnehmer. Der in Mecklenburg-Vorpommern produzierte grüne Strom fließt natürlich nicht direkt in E-Autos in Wolfsburg. Aber das Engagement von VW sorge mit dafür, dass „mehr sauberer Strom unter anderem für Elektroautos bereitsteht“, sagt Projektleiter Thomas Heinz vom Solarspezialisten Belectric.

420.000 Solarmodule liefern Strom ins öffentliche Netz

Er nennt auch konkrete Zahlen: Fast 100.000 Pfosten habe man in den Boden gerammt und 420.000 Solarmodule installiert: „Die Kabel, die wir verlegt haben, würden die Erde mehrfach umspannen.“ Die Leitungen würden die Abschnitte des Solarparks untereinander sowie mit dem Umspannwerk verbinden. Von dort fließe der Strom ins öffentliche Netz.

Man habe 14 kleine Solarparks eingezäunt, dazwischen können sich Mensch und Tier bewegen: „Es wird fast ein Naherholungsgebiet.“ Der Solarpark soll die Artenvielfalt im direkten Vergleich zur Landwirtschaft verbessern. So gibt es Wildblumenwiesen und Wasserflächen für Frösche, dichte Hecken und Bepflanzungen als Lebensräume für Insekten und Vögel. Unter den Solaranlagen fänden auch geschützte Arten wie der Feldhase Zuflucht. „Unter dem Strich ist das für die Natur sehr viel besser als ein Maisfeld“, sagt Heinz.

Batterien von Elektroautos werden zum Stromspeicher

Auch Ralph Neuber vom Energieriesen RWE lobt das Engagement von Volkswagen: „Neue, subventionsfreie Ökostrom-Projekte entstehen nur, wenn der Absatz gesichert ist. Verlässliche Abnehmer wie Volkswagen sind daher entscheidend. Auch technologisch seien Autohersteller wichtig für die Energiewende, denn: Batterien von Elektrofahrzeugen würden künftig zu einem wichtigen Speicher für Strom, der entweder zum Fahren genutzt oder bei hoher Nachfrage wieder ins Netz abgegeben werden kann: „Damit steht ein riesiges Speichervolumen zur Verfügung, das die Flexibilität erhöht und den Strombedarf stabilisiert“, sagt Neuber.

Bei Volkswagen steht dieses bidirektionale Laden kurz vor der Markteinführung. Wie es konkret funktioniert, hat VW-Markenvorstand Ralf Brandstätter in seinem jüngsten Weihnachtsvideo auf eine witzige Art und Weise gezeigt – an und mit einem ID.5 GTX.

Von Carsten Bischof