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Volkswagen „Dieselgate“ und Abgastest-Probleme bremsen VW
Nachrichten Volkswagen „Dieselgate“ und Abgastest-Probleme bremsen VW
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17:00 22.02.2019
Nach der Aufsichtsratssitzung in Wolfsburg: VW-Konzernchef Herbert Diess (r.) und Betriebsratschef Bernd Osterloh sprechen zu Journalisten. Volkswagen gewährte einen ersten Einblick in die Bilanz 2018. Quelle: dpa
Wolfsburg

Der VW-Konzern ist im vergangenen Jahr wegen der Folgen des Dieselskandals und der Probleme mit dem neuen Abgastest WLTP deutlich langsamer gewachsen. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Milliarden Euro auf 235,8 Milliarden Euro zu, der operative Gewinn vor Sondereinflüssen lag mit 17,1 (2017: 17,0) Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, wie der Dax-Konzern am Freitag mitteilte. Das Ergebnis vor Steuern stieg allerdings auf 15,6 (13,7) Milliarden Euro.

VW-Konzern peilt 2019 mehr Umsatz und Auslieferungen an

Volkswagen musste im Gesamtjahr vor allem für die Bewältigung der Dieselkrise wie ein Jahr zuvor Sonderkosten von 3,2 Milliarden Euro verbuchen. Zum laufenden Jahr sagte Konzernchef Herbert Diess: „Der Gegenwind in wichtigen Märkten dürfte 2019 nochmals stärker werden.“

Für das Jahr 2019 peilt der VW-Konzern trotz der Probleme auf den internationalen Automärkten erneut einen steigenden Umsatz an. Der Autobauer rechnet demnach mit bis zu 5 Prozent Zuwachs gegenüber dem Erlös von 235,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Auslieferungen sollen weltweit leicht zulegen. Bei der Umsatzrendite des um Sondereinflüsse bereinigten operativen Gewinns rechnet Diess mit einem Wert zwischen 6,5 und 7,5 Prozent nach 7,3 Prozent im Vorjahr.

Dividende soll auf 4,86 Euro je Papier steigen

Neben den Problemen um neue Abgas- und Verbrauchstests, wegen denen VW und die Tochtermarken Audi und Porsche viele Modellvarianten teils monatelang nicht anbieten konnten, lief auch der wichtigste Einzelmarkt China vor allem im zweiten Halbjahr nicht mehr so rund wie zuvor. Die Dividende für die im Dax notierte Vorzugsaktie soll allerdings von 3,96 Euro kräftig auf 4,86 Euro je Papier steigen. Insgesamt hatte VW über alle Marken im Vorjahr 10,8 Millionen Fahrzeuge an die Kunden ausgeliefert - 0,9 Prozent mehr als 2017.

Von dpa/der Redaktion