Citroën DS und VW-Santana: Zwei Ikonen am Wolfsburger AutoMuseum
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Citroën DS und VW-Santana: Zwei Ikonen am Wolfsburger AutoMuseum

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11:37 03.10.2021
AutoMuseum: Santana-Fahrer trafen sich auf dem Parkplatz – ebenso wie die Besitzer des legendären Citroën DS.
AutoMuseum: Santana-Fahrer trafen sich auf dem Parkplatz – ebenso wie die Besitzer des legendären Citroën DS. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Man musste nicht der große Autoliebhaber sein, trotzdem schlug das Herz am Samstag beim Anblick des Parkplatzes vor dem AutoMuseum höher: Fahrer von wunderschönen Citroën DS und VW Santana trafen sich dort. Beide Fahrzeuge sind echte Ikonen. Dass das Treffen auf einen Tag fiel, war Zufall.

Vor 40 Jahren stellte Volkswagen seine erste wassergekühlte Stufenheck-Limousine vor – den Santana. Diesen Geburtstag nahm das AutoMuseum zum Anlass, eine kleine Ausstellung rund um den Klassiker im AutoMuseum zeigen. Mit eigenen Exponaten, aber auch mit dem Santana 2000 der Autostadt.

Von klein auf Santana-Fans

Schöner Grund nach Wolfsburg zu fahren. Tilman Grund und sein Freund Klaus Meier organisierten das Santana-Treffen. Sie sind echte Santana-Fans. Von klein auf. Im Studium lernten sie sich kennen und merkten, dass sie eine gemeinsame Leidenschaft verbindet: den Santana. Also gründeten sie das Santana-Zentrum Braunschweig, in dem sie die beiden einzigen Mitglieder (!) sind. Trotzdem blieben sie nicht allein beim Santana-Treffen am Samstag.

Zwei Treffen mit Kultautos:

Citroën DS und VW Santana: Zwei Kultauto-Treffen in Wolfsburg

Zahlreiche Fans des kantigen Klassikers aus nah und fern kamen, tauschten sich aus und schauten sich die Ausstellung im AutoMuseum an. Sie lieben ihre Fahrzeuge, so wie Tilman Grund und Klaus Meier: „Die kantige Form ist schön, es gibt keinen Firlefanz und kein Brimborium“, schwärmen sie. Beide haben einige Santana-Modelle in ihrer privaten Sammlung. Wie viele genau, das wollen sie nicht verraten. Es sind sehr viele.

Der Citroën DS ist eine echte Stilikone

In Deutschland gilt der Santana eher als langweilig – in China hingegen war er der Renner. Vor allem als Taxi war das VW-Modell im Reich der Mitte im Einsatz. Millionenfach wurde er dort produziert. In Deutschland waren die Zahlen deutlich niedriger. Mittlerweile ist der Santana hier eine echte Rarität. „Es gibt aktuell rund 300 Stück“, sagt Meier.

Ein echtes Liebhaberstück: Der Citroën DS. Quelle: Boris Baschin

Der Citroën DS ist eine echte Stilikone. Aber anders als der Santana. Sein stromlinienförmiges Design ließ nicht nur bei seiner Einführung 1955 die Herzen der Autofahrer höher schlagen. Das ist noch heute so, erzählen die Mitglieder des DS-Clubs Deutschland, der das Treffen am AutomMuseum organisiert hatte. Tauchen sie irgendwo mit ihrem vierrädrigem Liebling auf, „zaubert das sofort ein Lächeln ins Gesicht“, erzählt Präsident Gerrit Koch und schmunzelt dabei.

Filmbösewicht Fantomas fuhr DS

Von 1955 bis 1975 wurde der Citroën DS gebaut – als Limousine, als Combi, als Cabrio. Der ehemalige französische Präsident Charles de Gaulle fuhr damit, Filmbösewicht Fantomas ebenso. Legendär ist die hydropneumatische Federung des Kultautos: Sind irgendwelche Unebenheiten auf der Fahrbahn – der DS hebt sich und fährt ohne Probleme drüber. „Wir hören die Hindernisse, aber wir spüren sie nicht“, erklärt DS-Besitzer Felix Kreitlow.

Der älteste Citroën DS bei dem Treffen am AutoMuseum war Baujahr 1958. Es ist das Auto von Jürgen Peters’ Bruder. Ein wunderschönes Exemplar in schwarz, das immer noch seinen Originallack hat. Das Auto wird übrigens nicht nur bei schönem Wetter aus der Garage geholt. „Es ist alltagstauglich“, so Peters.

Von Sylvia Telge