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Aktionstag: IG Metall Wolfsburg stellt Forderungen an die Politik

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18:00 26.10.2021
Aktionstag: Die IG Metall lädt am Freitag in die Wolfsburger Innenstadt.
Aktionstag: Die IG Metall lädt am Freitag in die Wolfsburger Innenstadt. Quelle: Britta Schulze
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Wolfsburg

Durch Transformation und Digitalisierung stehen ganze Wirtschaftssektoren vor dem Umbruch – allen vorn auch die Auto-Industrie. Dadurch stehen auch hunderttausende von Arbeitsplätzen im Fokus. Die IG Metall sieht die neue Bundesregierung deswegen in der Verantwortung, den Wandel möglichst sozial-verträglich zu gestalten. Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstag am Freitag, 29. Oktober, stellt die Gewerkschaft ihre Forderungen an die Politik. Mit dabei ist natürlich auch die Geschäftsstelle Wolfsburg, die von 16 bis 18.30 Uhr unter das Glasdach auf dem Hugo-Bork-Platz einlädt.

IG Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger ist auch in Wolfsburg. Quelle: IG Metall

„Digital und klimafreundlich soll die deutsche Wirtschaft werden. Dafür müssen die Betriebe umgebaut werden und auch die Beschäftigten haben große Hürden zu meistern. Wie das gelingen soll, muss Politik jetzt beantworten. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich zeigen, ob die neue Bundesregierung die richtigen Weichen für den Industriestandort Deutschland stellt. Davon hängen Sicherheit von Arbeit und Beschäftigung in diesem Land ab. Wir erwarten, dass abseits der Absichtserklärungen des Sondierungspapiers die Parteien zu konkreten Maßnahmen kommen!“, erklärt Thorsten Gröger, Leiter des IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

IG Metall fordert unter anderem massive Investitionen

Bundesweit gehen am 29. Oktober etliche Metallerinnen und Metaller in vielen kleinen und großen Städten auf die Straße, um ihren Forderungen an die nächste Bundesregierung Nachdruck zu verleihen. Sie fordern den Verzicht auf Entlassungen in der Transformation, eine tragfähige Perspektive für zukunftsfähige Arbeitsplätze, eine Qualifizierungsoffensive und sichere Ausbildung vor Ort anstelle von Verlagerungen ins Ausland. Bis 2030 braucht es öffentliche Zukunftsinvestitionen in Höhe von 500 Milliarden Euro, so eine weitere Forderung. Die Lasten müssen gerecht verteilt werden, die notwendigen Investitionen durch solidarische Finanzierung getragen werden.

„Arbeitsplätze und Klimaschutz sind keine Widerspruch“, sagt Flavio Benites. Quelle: Britta Schulze

Flavio Benites, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Wolfsburg, fordert mit Blick nach Berlin, dass „das Auto Made in Germany auch in Zeiten von Klimaschutz und Digitalisierung eine Zukunft hat. Wir wollen eine CO2-freie Mobilität, aber auch bezahlbare und zugängliche Mobilitätsangebote in Stadt und Land. Es braucht deshalb zügig einen Turbo für den Ladesäulenausbau mit einem verbindlichen Ausbauplan. Die Transformation muss jedoch soziale und ökologische Aspekte ins Auge fassen, statt nur von der Ökonomie getrieben zu sein. Arbeitsplätze und Klimaschutz sind kein Widerspruch, sondern zwei Seiten der gleichen Medaille. Um das klar zu sagen: In der Transformation darf es keine Entlassungen geben!“

Wolfsburger Metaller stellen Forderungen vor

Damit der Umbau der Wirtschaft gelingen kann, sieht der Gewerkschafter klar die Politik in der Verantwortung: „Es braucht Rahmenbedingungen, die Planbarkeit geben. Dafür sind große Investitionszusagen und eine verlässliche Förderkulisse von Nöten.“

Um die Forderungen zu unterstreichen lädt die Wolfsburger IG Metall am Freitag ab 16 Uhr zur größten bundesweiten Aktion auf den Hugo-Bork-Platz ein. Als Redner betreten neben Flavio Benites und Thorsten Gröger auch die VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo, der VW-Vertrauenskörperleiter Florian Hirsch sowie Felina Bodner und Adriana Gilbo von der Jugend- und Auszubildendenvertretung bei Volkswagen, welche die Veranstaltung maßgeblich gestaltet, die Bühne.

Durch Musik und ein buntes kulinarisches Angebot, dass Spezialitäten verschiedenster Nationen umfasst und die Vielfalt der VW-Belegschaft repräsentiert, ist für ein unterhaltsames Rahmenprogramm gesorgt.

Von Steffen Schmidt