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Salzgitter Wirtschaftsvereinigung Salzgitter verbucht Brexit-Abend als Erfolg
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Wirtschaftsvereinigung Salzgitter verbucht Brexit-Abend als Erfolg

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17:10 30.12.2020
Ein interessantes Thema von verschiedenen Seiten betrachtet: Die WVS und ihre Kooperationspartner freuen sich über einen gelungenen Online-Vortragsabend über den Brexit. Quelle: Stefan Honrath
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Salzgitter

Einen Blick aus unterschiedlichsten Richtungen auf die aktuellen Entscheidungen rund um den Brexit haben in einem Online-Vortrag die Wirtschaftsvereinigung Salzgitter (WVS), der Industrie- und Wirtschaftsverein für Peine und Umgebung und die Volksbank BraWo geworfen. Florian Gommlich vom Vorstand bezeichnete die gemeinsame Aktion als „ein Experiment, bei dem wir bewusst die Zeit zwischen den Jahren gewählt haben“.

Und das Experiment ist nach Ansicht der Veranstalter geglückt: Mehr als 30 am Thema Interessierte kamen zu Hause vor ihren Multimediageräten zusammen, um zu erfahren, welche Folgen der Brexit für Unternehmen in der Region hat. Spontan schaltete sich auch Lena Düpont zu, Abgeordnete im Europaparlament, um die politische Sicht näher zu beleuchten. Angesetzt war für diese umfassende Veranstaltung eine Stunde. Doch schnell wurde nicht nur den Referenten, sondern auch dem interessierten Publikum klar, dass diese Zeit nicht reichen wird, um die weitreichenden Folgen der kommenden Wochen und Monate nach der Entscheidung in England zu reflektieren.

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Den Anfang machte Stefan Honrath, Leiter der Direktion Peine der Volksbank BraWo und zudem Vorstandsmitglied des Industrie- und Wirtschaftsvereins Peine. Er, der auch in England studiert hat, referierte über die historischen Gegebenheiten, die zu einem Beitritt in die EU und schlussendlich wieder zum Austritt geführt haben. Seine Grundthese: Das Vereinigte Königreich sei nie aus emotionalen Gründen oder aufgrund einer europäischen Überzeugung EU-Mitglied gewesen, sondern aufgrund einer wirtschaftlichen Nutzenbetrachtung.

Florian Gommlich und Axel Kommander von der WVS zeigten anhand von Beispielen auf, welche Gesichtspunkte Unternehmen bei ihrer Finanzplanung für 2021 berücksichtigen sollten. Gerade bei intensiven Beziehungen nach Großbritannien seien die zusätzlichen Aufwände nach einem Brexit zu beziffern. Jasmin Küchenthal, Außenhandelsfachbetreuerin bei der Volksbank BraWo, trug mit Handlungsempfehlungen für im- und exportierende Unternehmen dazu bei, dass die Teilnehmenden einen umfassenden Eindruck davon bekamen, was der Brexit auch für Unternehmen in der Region bedeutet.

Mit Spannung erwartet wurden die Worte von Sven Hückstädt. Der Experte für Unternehmensfinanzierung und Controlling war aus London zugeschaltet und berichtete darüber, wie er als Deutscher die derzeitige Stimmung im Vereinigten Königreich wahrnimmt und welche Hürden Ausländer zu nehmen haben, um weiterhin dort arbeiten zu können. Sein bisheriger Eindruck: unbürokratischer als erwartet. Lena Düpont war zuversichtlich, dass das Europäische Parlament das Vertragswerk billigen wird – möglicherweise mit zusätzlichen Anregungen. Zudem warf sie einen Blick auf den aufreibenden Verhandlungsprozess.

„Das war ein sehr informativer Rundumschlag“, sagte eine Teilnehmerin. Auch die Vortragenden konnten sich dem nur anschließen. „Es war ein Experiment, ob in Zeiten von Corona so ein Thema auch online und in kompakter Form verständlich erklärt werden kann“, sagte Florian Gommlich im Anschluss. Dass alle Teilnehmer bei der Stange blieben – wenngleich die Veranstaltung wesentlich länger dauerte als veranschlagt – zeigte, „dass das Thema nicht nur interessant ist, sondern auch das Format die Menschen anspricht“, ergänzt Stefan Honrath. Eine Fortsetzung ist nicht ausgeschlossen, da waren sich alle Organisatoren einig.

Von Roland Weiterer

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