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Salzgitter Weniger Arbeitslose im März in Salzgitter und der Region
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Weniger Arbeitslose im März in Salzgitter und der Region

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14:47 01.04.2021
Die Arbeitsagentur und das Jobcenter befinden sich in der Lichtenberger Straße in Lebenstedt.
Die Arbeitsagentur und das Jobcenter befinden sich in der Lichtenberger Straße in Lebenstedt. Quelle: rwe
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Salzgitter

Die Zahl der Arbeitslosen ist im März in der Region gegenüber dem Vormonat weiter um 716 auf insgesamt 21.328 gesunken, liegt aber noch deutlich (3.218) über dem Vorjahrsmonat. Die Arbeitslosenquote im Bezirk liegt bei 6,5. Das ist sind 1,0 Prozentpunkte über dem Wert 2020. Im kommunalen Vergleich bleibt weiterhin der Landkreis Wolfenbüttel an der Spitze mit einer Quote von 5,0 Prozent, es folgen die Stadt Braunschweig (5,5), der Landkreis Goslar (7,3) und die Stadt Salzgitter (9,8).

„Saisonal ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im März leicht gesunken. Im Vergleich zum Vormonat konnten deutlich mehr Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden und sich in Arbeit abmelden. Die sogenannte Frühjahrs-Felebung lässt den Arbeitsmarkt etwas aufatmen“, erläutert Gerald Witt, Chef der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar. Im März haben sich 1.280 Arbeitslose in Erwerbstätigkeit abgemeldet. Das waren 239 oder 23 Prozent mehr als im Februar, jedoch auch 124 oder 8,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.

„Corona und die damit verbundenen Unsicherheiten verschärfen die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Erfreulich ist, dass die Unternehmen die freien Ausbildungsstellen weiterhin melden“, so Gerald Witt. „Der Lockdown wirkt sich jedoch einschränkend auf unsere Beratung aus.“ Auch Betriebe und Ausbildungssuchende finden nur schwer zusammen, weil Praktika oder gemeinsame Gespräche nicht möglich sind. „Ich appelliere an die jungen Berufsstarter: Bewerbt euch und schiebt die Ausbildung nicht auf das kommende Jahr.“

Gegenüber dem Vorjahr ist die Zurückhaltung der Betriebe bei der Arbeitskräftesuche weiterhin erkennbar. Seit Jahresbeginn wurden 3.548 freie Stellen neu gemeldet. Das sind 395 oder 10,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. „Mit dem ersten Lockdown ist die Arbeitskräftenachfrage im letzten April regelrecht eingebrochen. Über die Sommermonate hatte sich die Kräftenachfrage leicht erholt. Im Zuge des zweiten Lockdowns gehen die Stellen-Neumeldungen seit November im Vergleich zum Vormonat wieder jeweils leicht zurück. Wir haben also keinen erneuten Einbruch erlebt“, kommentiert Gerald Witt die Corona-Entwicklung. „Generell dürfte die Nachfrage aber weiterhin noch auf niedrigerem Niveau bleiben, denn in der derzeit wirtschaftlichen Lage wechseln weniger Menschen ihren Arbeitsplatz. Diese niedrigere Fluktuation trägt neben dem geringeren Bedarf an zusätzlichem Personal dazu bei, dass weniger Stellen auf dem Arbeitsmarkt zu besetzen sind.“

Von Roland Weiterer

01.04.2021
31.03.2021