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WEVG Salzgitter muss den Preis für Erdgas kräftig erhöhen

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05:44 10.11.2021
Die WEVG in Salzgitter kündigt an, den Preis für Erdgas zum Jahreswechsel zu erhöhen.
Die WEVG in Salzgitter kündigt an, den Preis für Erdgas zum Jahreswechsel zu erhöhen. Quelle: rwe
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Salzgitter

Der Energieversorger WEVG muss nach eigenen Angaben die Erdgaspreise für die Kunden anpassen. Die Beschaffungskosten für Erdgas seien „regelrecht explodiert“, die Brennstoffpreise erhöhten sich weltweit aufgrund der hohen Nachfrage nach Steinkohle und Erdgas. Aber: „Die Preise für Strom bleiben über die Jahreswende unverändert“, teilt das Unternehmen mit.

„Der relativ kalte Winter und vor allem die lange Kälteperiode im Frühjahr 2021 haben nicht nur zu niedrigen Erdgas-Speicherständen in Deutschland, sondern auch zu einem späten Start der Wiederbefüllung geführt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zusätzlich seien die internationalen Gasflüsse ungewöhnlich niedrig, so dass sich das Erdgas-Angebot verknappt hat.

Energielieferanten in Deutschland müssen seit Anfang 2021 Emissionszertifikate für fossile Energieträger erwerben, dies regelt das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), so dass klimaschädliche Emissionen in den Bereichen Verkehr und Gebäude ein Preisschild tragen. „Im Jahr 2021 konnten wir diese zusätzlichen Kosten von 0,55 Cent pro Kilowattstunde durch verbesserte Bezugskosten und etwas niedrigere Netzentgelte auffangen“, so Rainer Krause, kaufmännischer WEVG-Geschäftsführer.

Für 2022 gelingt dies dem Unternehmen jedoch nicht mehr, „da die Beschaffungskosten für Erdgas stark gestiegen sind und sich der CO2-Preis im Jahr 2022 um weitere 0,11 Cent erhöht“, teilt Rainer Krause mit. Beide Faktoren führten zu einer Erhöhung des Erdgaspreises von 1,35 Cent je Kilowattstunde inklusive Umsatzsteuer. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden steigen damit ab 1. Januar 2022 die Erdgaskosten um 22,51 Euro inklusive Umsatzsteuer im Monat, das sind 19,93 Prozent.

Allerdings bleiben die Strompreise für die Haushaltskunden stabil. Das gelingt „aufgrund der Senkung der EEG-Umlage, die die am Energiemarkt stark gestiegenen Kosten für die Beschaffung sowie die Erhöhung der Netzentgelte und staatlichen Umlagen kompensiert“, erklärt Matthias Giffhorn, Vertriebsleiter der WEVG. Er verweist auf den größte Hebel, den gestiegenen Heizkosten entgegenzuwirken. Die Kunden sollten ihren Verbrauch soweit wie möglich optimieren. „Damit leistet man gleichzeitig einen Beitrag zur Schonung des Klimas.“

In den beiden WEVG-Centern in Lebenstedt (Albert-Schweitzer-Straße 7-11) und SZ-Bad (Bohlweg 1) können sich Interessierte zu den aufgrund der COVID19-Pandemie veränderten Öffnungszeiten beraten lassen. Sie öffnen montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 13 bis 17 Uhr.

Von Roland Weiterer