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Salzgitter Trinkwasser für Salzgitter: Die Talsperren sind gut gefüllt
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21:35 12.05.2020
Gut gefüllt: Die Granetalsperre im Westharz im März. Sie versorgt Salzgitter mit Trinkwasser. Quelle: Harzwasserwerke
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Salzgitter

Die Talsperren der Harzwasserwerke sind aktuell zu 71 Prozent gefüllt und beinhalten kurz vor dem Sommer einen großen Gesamtvorrat von 129 Millionen Kubikmeter Wasser. „Die Trinkwasserversorgung ist damit auch im Falle eines trockenen Sommers für weitere Monate sichergestellt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch das Wasser in Salzgitter und der Region kommt aus dem Harz, unter anderem aus der Granetalsperre.

Nach einem insgesamt sehr trockenen Winter sorgten einige regenreiche Wochen im Februar und März für einen Anstieg der Talsperrenfüllstände und brachten alle sechs Westharz-Talsperren auf ein gutes Niveau. Im April folgte im Harz wiederum eine extreme Trockenheit mit sehr geringen Niederschlagswerten in Höhe von nur 25 Prozent der mittleren Monatsmenge und starker Dürre im Boden. Durch diese Bodentrockenheit wird das Wasser aus leichten Regenfällen nicht abflusswirksam und gelangt somit nicht in die Talsperren.

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Trotz der zu trockenen Verhältnisse sind die Talsperren mit einem Füllungsgrad von 71 Prozent kurz vor dem Sommer dennoch auf einem guten Niveau. Der Mittelwert aus den vergangenen 30 Jahren beträgt zu diesem Zeitpunkt 80 Prozent. In den Trinkwassertalsperren Grane, Ecker und Söse sind aktuell 67 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert, das langjährige Mittel liegt bei 71 Millionen Kubikmeter.

Ob sich die Coronavirus-Pandemie auf die Talsperrenfüllstände nachhaltig auswirken wird, kann vor Beginn der Urlaubszeit noch nicht bewertet werden. Der von der Bundesregierung im März verordnete Shutdown führte im Versorgungsgebiet der Harzwasserwerke zunächst zu einer geringeren Wasserabnahme in Industrie-Standorten, da die Produktionen der Firmen einige Wochen ruhten.Ausgeglichen wurde dieses Defizit dann von der Bevölkerung, welche die Osterferien zu Hause verbrachte und daher mehr Wasser bezog.

Im Sommer steigt die Trinkwasserabgabe aufgrund der höheren Temperaturen generell an und führt an den Talsperren zu sinkenden Füllständen. In diesem Jahr könnte sich dieser Mehrverbrauch durch die Coronavirus-Pandemie und einer erneuten Trockenheit noch stärker ausprägen. Bereits die vergangenen beiden Jahre fielen im Harz sehr trocken aus und sorgten an den Talsperren zeitweise für eine angespannte Situation.

„Wenn die Menschen aufgrund des Coronavirus im Sommer nicht in den Urlaub fliegen können, wird auch der Wasserverbrauch steigen. Darauf bereiten wir uns vor. Unser vernetztes Verbundsystem kann eine höhere Belastung durch mehr Trinkwasserbedarf und anhaltender Trockenheit in der Ferienzeit kompensieren“, erklärt Dr. Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke.

„Nach den Jahren 2018 und 2019 könnte die Trockenheit auch in diesem Jahr wieder zur Herausforderung werden. Die aktuellen Füllstände bilden ein gutes Fundament für den Sommer, aber trotzdem bitten wir jeden Mitmenschen um einen achtsamen Umgang mit der Ressource Wasser“, sagt Dr. Donner. Neben der höheren Trinkwasserproduktion wird an den Talsperren auch im Sommer fortlaufend Wasser für die Niedrigwasseraufhöhung abgegeben. Diese schützt die unterliegenden Flüsse vor Austrocknung.

Von Roland Weiterer

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