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Salzgitter Stiftung aus Salzgitter sammelt Lebensmittel für die ärmsten Familien
Nachrichten Salzgitter Stiftung aus Salzgitter sammelt Lebensmittel für die ärmsten Familien
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09:36 20.05.2020
Freude bei den Empfängern: Lina Gosewisch (links) besucht eine Großfamilie in Kolumbien. Quelle: foto: Viras e.V.
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Salzgitter

Der Verein Viracocha Salzgitter startet einen Hilferuf. Die von Steffen Gosewisch gegründete Stiftung in San Agustin in Kolumbien hofft auf Spenden für die Familien, die von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen sind. Sie ermöglicht mit ihrem Programm „Ernährung und Bildung“ den ärmsten Kindern den Schulbesuch durch die Ausgabe von Schulmitteln und einer gesunden warmen Mahlzeit an jedem Schultag.

Seit Mitte März herrscht in San Agustin eine strenge Ausgangsperre. „Dies trifft natürlich besonders hart die arme Bevölkerung, die schon bisher von der Hand in den Mund gelebt hat und nun auch als Tagelöhner kaum etwas Geld verdienen können“, schreibt die Stiftung. Sie hat nach eigenen Angaben eine Spendenkampagne für die Verteilung von Lebensmittelpaketen an Familien gestartet und braucht dazu Unterstützung durch Spenden. Auch in Kolumbien gibt es Quarantäne und Ausgangssperre, außerdem sind Schulen und Geschäfte sowie das öffentliche Leben auf Eis gelegt. Da im Tätigkeitsfeld der Stiftung 80 Prozent der arbeitenden Bevölkerung als Tagelöhner unterwegs sind, haben diese keine Einkünfte. Der stiftungseigene Speisesaal kann zurzeit nicht betrieben werden, daher unterstützen Lina und Steffen Gosewisch nach eigenen Angaben die Viracocha-Familien und andere Notleidenden mit Lebensmittelpaketen, heißt es in einer Pressemitteilung. „Je länger dieser Ausnahmezustand dauert, desto verzweifelter werden auch die Leute.“ Noch sei die öffentliche Ordnung einigermaßen „unter Kontrolle“, dennoch steigen die Kriminaldelikte und auch die häusliche Gewalt. Mit ihrer Kampagne will die Stiftung Viracocha dieser Entwicklung entgegenwirken. Dennoch wird es auch nach der Quarantäne lange dauern bis sich die Situation wieder erholt. San Agustín sei maßgeblich vom Tourismus abhängig.

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Die Stiftung Viracocha unter der Leitung von Steffen Gosewisch und dessen Frau Lina lässt in einem Geschäft am Ort die Pakete mit Grundnahrungsmitteln füllen und ergänzt diese mit Gemüse von der stiftungseigenen Schulfinca. Diese werden persönlich mit der Unterstützung von Personen der Kirchengemeinde und unter Polizeibegleitung an hungernde Familien und alte Menschen in Not verteilt.

„Ein solches Lebensmittelpaket kostet 12,50 Euro und reicht für vier Personen etwa eine Woche“, schreibt die Stiftung. Bereits mehr als 300 Pakete seien verteilt worden - dank spontaner Spenden, die bereits eingegangen seien. Dafür möchte sich der Viracocha Salzgitter bedanken. Um diese humanitäre Hilfe in großer Not fortsetzen zu können, würde weiterhin Hilfe benötigt. Jeder Cent fließt in Lebensmittel in den Hilfspaketen. Mehr Informationen finden sich online auf der Homepage www.viracocha-ev.de.

Von Roland Weiterer

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