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Stadt Salzgitter: Pflegestützpunkt ist eine Erfolgsgeschichte

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06:26 26.10.2020
Das (vor Corona erstellte) Foto stellt ein Beratungsgespräch nach: Susi Kühnert, Pflegeberaterin im Pflegestützpunkt im Gespräch mit Manuela Lehrke. Quelle: Stadt Salzgitter
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Salzgitter

Vielfältige Unterstützung in schwierigen Situationen: Die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes der Stadt helfen Menschen, die sich plötzlich aufgrund der Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Neben der belastenden persönlichen Situation gibt es einen Dschungel aus Vorschriften, Leistungen und Organisationen zu bewältigen.

„Die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes helfen schnell und unbürokratisch“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Die empathische Beratung für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen ist wohltuend und hilfreich. Die Anlaufstelle ist zentral im Rathaus in Lebenstedt untergebracht und so gut per Bus und per Auto zu erreichen. Die Mitarbeiterinnen sind an keine Organisation gebunden und beraten Pflegebedürftige sowie ihre Angehörigen neutral und unabhängig.

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Das wissen laut Stadtverwaltung „immer mehr Betroffene in Salzgitter zu schätzen“: 2019 wurden über 1.200 Menschen allein zu pflegerischen Belangen im Büro der Beratungsstelle, telefonisch oder bei einem Hausbesuch beraten. Das bedeutet eine Steigerung der Kontaktzahlen gegenüber dem ersten Betriebsjahr 2011 von 42 Prozent. „Immer wieder erhalten die Mitarbeiterinnen Rückmeldungen von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen, dass sie ihre Hilfe als hilfreiche und entlastende Unterstützung empfinden.“

Die Pflegeberaterinnen übernehmen die Koordination der einzelnen Maßnahmen, begleiten die Betroffenen und stellen die notwendigen Kontakte zu den maßgeblichen Stellen her. Sie werden aber auch präventiv tätig, beraten und informieren Menschen, die noch keinen Pflegefall in der Familie haben, sich aber informieren wollen, in Form von Einzelgesprächen und Vorträgen.

Um zu erfahren, wie sie genau den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen helfen können, besuchen die Beraterinnen die Betroffenen in ihren Wohnungen. Zum einen sind die zu pflegenden Menschen oft nicht mehr mobil, zum anderen ist es für die Mitarbeiterinnen wichtig, sich ein umfassendes Bild von der häuslichen Situation zu verschaffen.

Der Besuch hilft ihnen dabei, den Betroffenen maßgeschneiderte Tipps zur Verbesserung des Wohnumfeldes wie zum Beispiel Umbauten von Bädern, der Installation von Haltegriffen oder ähnlichen Hilfen zu geben. Sie beraten aber auch zu pflegerischen Hilfen wie die Ausstattung mit Pflegehilfsmitteln und die Entlastung der Angehörigen durch den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern.

Der Pflegestützpunkt hält dazu viele Informationsmaterialien vor und gibt diese je nach Situation des Pflegebedürftigen und seiner Angehörigen heraus. Die Mitarbeiterinnen achten dabei darauf, die Neutralität zu wahren und keine Trägerempfehlungen auszusprechen. Die Beratung ist generell umfassend, um die betroffenen Menschen in die Lage zu versetzen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Auch Heimaufnahmen werden von den Pflegeberaterinnen begleitet, teilt die Stadt mit. „Die Entscheidung, einen geliebten Menschen in eine Heimbetreuung zu geben, fällt immer schwer, ist aber manchmal unvermeidbar.“ Mit der Entscheidung zur Heimbetreuung seien Fragen nach der richtigen Einrichtung ebenso verbunden, wie finanzielle Fragen. „Der Pflegestützpunkt kann hier dank seines Kontaktes zu einem großen Netzwerk aus Pflegekasse, Behörden und Institutionen, die Beantwortung wichtiger Fragen sowie die Lösung drängender Probleme forcieren.“

Der Pflegestützpunkt ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9 bis 12.30 Uhr sowie zusätzlich montags und dienstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Donnerstags ist die Beratungsstelle außerdem von 14 bis 18 Uhr erreichbar unter den Telefonnummern (05341) 839-3250 und -4427 oder per Email an pflegestuetzpunkt@stadt.salzgitter.de. Wer persönlich vorbeikommen möchte, muss derzeit aufgrund der Corona-Pandemie vorher mit den Mitarbeiterinnen einen Termin ausmachen. Bei den Beratungen gelten die Abstands- und Hygieneauflagen.

Von Roland Weiterer