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Sparkassenstiftung hilft Sempers und Jumpers in Salzgitter

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11:24 27.10.2020
Spendenübergabe an die Sempers und die Jumpers: Rainer Gauler, Markus Gruner, Thorsten Riewesell und Christiane Voss.
Spendenübergabe an die Sempers und die Jumpers: Rainer Gauler, Markus Gruner, Thorsten Riewesell und Christiane Voss. Quelle: rk
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Gleich mit zwei großen Schecks hatten Bankdirektorin Christiane Voss und ihr Kollege Rainer Gauler von der Braunschweigischen Landessparkassenstiftung im Gepäck, um Jugendliche und Senioren in Salzgitter zu unterstützen. Jeweils 1.500 Euro gehen an den Verein Jumpers für das Projekt Jump@School und eine Summe in gleicher Höhe an die Sempers Senioren, die Besuche bei älteren Bewohnern organisierten.

„Begegnungen, Gemeinschaften und Erlebnisse“ stehen bei den zehn Sempers-Engeln auf dem Programm, die dabei helfen wollen, allein stehende Senioren aus ihrer Einsamkeit zu befreien, beschreibt Vorsitzender Thorsten Riewesell die Aufgabe der aktiven Mitglieder, von denen mit einer Ausnahme alle ehrenamtlich unterwegs sind. Er freute sich über die Wertschätzung, die mit der Spende verbunden sei. Gerade in der Corona-Phase seien Ansprechpartner für ältere Bewohner wichtig, ob am Telefon oder für Besuche, die derzeit allerdings nur auf Distanz möglich sind. Manchmal reicht es auch, Kontakt zu halten oder Einkäufe zu besorgen und diese vor die Tür zu stellen, so Thorsten Riesewell. An eine Umarmung ist allerdings nicht zu denken.

Die Sempers-Engel sind eine Antwort auf die wachsende Altersarmut. Immer mehr Menschen müssten in Sozialwohnungen ziehen, weil die Rente nicht mehr reicht, und gerieten so in einer Einsamkeit. Thorsten Riesewell: „Viele trauen sich auch nicht mehr raus.“ Die Betreuer sprechen auch Kinder und Verwandte an, ihre Angehörigen mal wieder zu besuchen. Und auch die Nachbarn sind gefragt. Den Aspekt der „Achtsamkeit im Viertel“ hält Thorsten Riesewell „besonders wichtig“. Wer mehr wissen oder auch helfen möchte, findet die Sempers im Internet unter www.sempers.org.

Auf die Jugend zielt die Arbeit der Jumpers, die in der ersten intensiven Corona-Phase mehrere Grundschüler beim sogenannten Home-Schooling begleitet haben. Gerade Mädchen und Jungen, die in bildungsschwachen Familien aufwachsen, hatten unter den Folgen noch mehr zu leiden. „In den Lockdown-Wochen ist da nichts passiert bei den Kindern“, so Projektleiter Markus Gruner. Schulzettel blieben unbearbeitet, Hausaufgaben wurden nicht gemacht.

Die Jump@School-Betreuung ist zwar im Sommer ausgelaufen, „unsere Bildungsarbeit läuft aber jeden Tag“. Derzeit nutzen etwa acht bis zwölf Kinder die Hausaufgabenhilfe und Lernförderung des Vereins. Markus Gruner nennt es „dramatisch“, wenn Kinder die erste Klasse nicht schaffen oder später den Hauptschulabschluss verpassen, weil sich niemand kümmerte und sie das Einmaleins nicht können. „Da wollen wir helfen, dass es anders wird.“

Für Christiane Voss ist das Geld an der richtige Stelle investiert. „Die Sempers und Jumpers sind zwei tolle gemeinnützige Institutionen, die wir auch schon länger kennen“, sagt die Leiterin der Firmenkundenabteilung bei der Braunschweigischen Landessparkasse in Salzgitter. Sie nennt es „gelebte Nächstenliebe“, wenn die Stiftung die Schwachen in der Gesellschaft unterstützt, seien es Kinder aus sozialen Brennpunkten oder einsame Senioren. „Wir freuen uns, dass es solche Vereine gibt. Das ist eine Herzenssache für uns.“ Gerade in der Corona-Zeit müssten die Menschen verstärkt aufeinander achten, damit alle gut durch die Krise kommen.

Von Roland Weiterer