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Salzgitter Schneeschmelze bringt Trinkwasser für die Region Salzgitter
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Schneeschmelze bringt Trinkwasser für die Region Salzgitter 

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15:51 18.02.2021
Der Schnee landet mit der Schmelze in den Talsperren und erhöht den Füllstand.
Der Schnee landet mit der Schmelze in den Talsperren und erhöht den Füllstand. Quelle: Harzwasserwerke
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Salzgitter

Nach drei Trockenjahren in Folge beginnt das Jahr an den Westharz-Talsperren erst einmal mit einer erfreulichen Nachricht: Die großen Schneemengen der vergangene Tage im Einzugsbiet der Stauseen dürften später in Form von Schmelzwasser in die Talsperren abfließen. Das Wasser ist nach den dürren Monaten zuvor erstmal eine Hilfe. Ob 2021 wieder einen trockenen Sommer bringt, entscheidet sich laut einer neuen Studie aber erst im April.

„Dank des Wintereinbruchs im Harz hat sich die Lage an den Talsperren im Westharz etwas verbessert“, sagt Dr. Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke. Niederschläge, vermehrter Schneefall und Tauwetterphasen hätten die Becken wieder etwas aufgefüllt.So beträgt der Füllstand aller sechs Westharz-Talsperren zusammen aktuell zirka 44 Prozent. „Trotzdem bleibt die Lage weiterhin angespannt“, sagt Dr. Christoph Donner. Denn im Vergleich zum langjährigen Mittel sind es rund 30 Prozent weniger als gewöhnlich Anfang Februar.

Die sechs Talsperren sind sogar so deutlich im Minus, dass sie auf den zweitniedrigsten Füllstand seit 1981 kommen. Nur im Jahr 2017 waren noch weniger Wasser in den Stauseen. „Grund dafür ist der allgemeine Trend zur Trockenheit, der sich im Harz mittlerweile seit zehn Jahren abzeichnet, und die extreme Trockenheit seit drei Jahren“, sagt Dr. Christoph Donner. „Auch 2021 kann wieder zur Herausforderung werden – je nachdem, wie viel es noch im Frühjahr regnet.“

Ob im Sommer wieder eine extreme Trockenheit droht oder ausreichend Niederschläge zu erwarten sind, zeichnet sich laut einer neuen Studie des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) im Monat April ab. Ist der April in Mitteleuropa zu warm und niederschlagsarm, so steigt laut den Wissenschaftlern die Wahrscheinlichkeit für eine Dürre im Sommer. Im Versorgungsgebiet der Harzwasserwerke fiel der April in den vergangenen drei Jahren extrem trocken aus und führte anschließend zu niedrigen Talsperren-Füllständen und einer angespannten Situation im Sommer. Die Harzwasserwerke stellten daher frühzeitig die Betriebspläne an den Talsperren um und pumpten größere Wassermengen von der Innerstetalsperre für die Trinkwasserproduktion in die Granetalsperre, die unter anderem Salzgitter und das Umland versorgt.

Neben den Talsperren – bei den denen das fehlende Wasser sofort sichtbar ist – rückt auch die weitere Entwicklung des Grundwasserspiegels durch die Trockenheit immer mehr in den Fokus. An den Grundwasserwerken der Harzwasserwerke im Norden Niedersachsens in Liebenau, Schneeren, Ristedt und Ramlingen werden aufgrund der allgemeinen Trockenheit seit Jahren fallende Grundwasserstände registriert. „Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigt, dass die Trockenheit immer wieder zurückkommen kann. Wir bereiten uns darauf vor und beobachten die Entwicklung an den Talsperren und Grundwasserwerken weiterhin intensiv“, erklärt Dr. Christoph Donner.

Von Roland Weiterer

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