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Salzgitter Salzgitters VHS bietet Politik, Pinakothek und Praktisches
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Salzgitters VHS bietet Politik, Pinakothek und Praktisches

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11:03 03.11.2021
Marie-Janine Calic, Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas, spricht am 10. November über Srebrenica.
Marie-Janine Calic, Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas, spricht am 10. November über Srebrenica. Quelle: Privat
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Salzgitter

Mit vier Online-Terminen startet die Volkshochschule kommende Woche in den November. Sie lädt Interessierte dazu auf ihre Internetseite https://app-14.salzgitter.de/kuferweb/ ein. Los geht es am Dienstag, 9. November, um 19 Uhr mit der Reihe „Stadt, Land, DatenFluss“, in der es um das Internet der Dinge im smarten Zuhause geht.

Komfortables Wohnen und dabei Energie einsparen, damit beschäftigt sich der Livestream an diesem Abend. Saugroboter, intelligente Heizungsanlagen und sprachgesteuerte Assistenzsystemen sollen den Menschen durch das Leben helfen. Experten diskutieren mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen die Frage, wie das Internet dazu beitragen kann, den Alltag sicherer, nachhaltiger und bequemer zu machen.

Am Dienstag, 9. November, um 19.30 Uhr stehen die neu gewählte Bundesregierung und ihr mögliches Programm im Mittelpunkt. Katharina Riehl (Ressortleiterin Politik) und Stefan Braun (Korrespondent im Berliner Parlamentsbüro) von der Süddeutsche Zeitung gehen in ihrem Vortrag der Frage nach: „Ist das Ziel, die Erderwärmung auf für Menschen und Natur halbwegs akzeptable 1,5 bis 2 Grad zu begrenzen, überhaupt noch realistisch?“

Ein weiteres drängendes Problem ist für die beiden Journalisten der Abbau des Corona-Schuldenbergs. Die neue Regierung könne den Bürgerinnen und Bürger kein Wohlfühl-Programm präsentieren, sondern komme an unbequemen Wahrheiten nicht vorbei, so Katharina Riehl und Stefan Braun. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

Marie-Janine Calic ist Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und geht am Mittwoch, 10. November, um 19.30 Uhr auf das Massenverbrechen von Srebrenica 1995 ein. Am Morgen des 11. Juli 1995 stürmte die bosnisch-serbische Armee- und Polizeieinheiten nach tagelangem Beschuss die UNO-Schutzzone Srebrenica gestürmt. Unter den Augen der Staatengemeinschaft seien planmäßig über 8.300 Männer und Jungen ermordet worden. Marie-Janine ist sich sicher: „Srebrenica wurde zum Trauma europäischer und internationaler Politik.“ Sie fragt, wie konnte es zu diesem Massenverbrechen kommen konnte, wer die Auftraggeber waren und was die Täter zu solch einer Grausamkeit motivierte.

Auf einem anderen Gebiet bewegt sich Dr. Joachim Kaak, zweiter stellvertretender Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und Referent für Malerei und Plastik 1850-1900 in der Neuen Pinakothek. In seinem Vortrag „Adolph Menzels Kunst und Wirklichkeiten“ stellt er am Donnerstag, 11. November, um 19.30 Uhr den Künstler und dessen Werke vor.

„Adolph Menzel gilt als der herausragender Vertreter des deutschen Realismus im 19. Jahrhundert. Unermüdlich zeichnend beobachtete er gleichsam als Chronist einer ,vie moderne en Allemagne‘ menschliches und allzu menschliches“, so Dr. Joachim Kaak. Er geht der Frage nach, warum der Künstler eigentlich nicht fotografierte. Adolph Menzel sei bestens mit den vervielfältigenden und abbildenden Medien der damaligen Zeit vertraut gewesen, die seinen ökonomischen Erfolg gesichert und zugleich seinen Blick auf die Dinge des Lebens geprägt hätten. Dennoch habe er persönlich an Malerei und Graphik festgehalten. Dieser Frage geht der Vortrag live aus der Neuen Pinakothek in München mit überraschenden Einsichten in die Gemälde der Pinakothek nach.

Von Roland Weiterer