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Salzgitter Salzgitter: Ein Gottesdienst gegen die moderne Sklaverei
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Salzgitter: Ein Gottesdienst gegen den Sklavenhandel

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11:43 18.11.2020
Um die Ware Mensch und die moderne Sklaverei dreht sich ein Gottesdienst am 13. Dezember in Salzgitter. Quelle: Privat
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Salzgitter

80 Euro ist die „Ware Mensch“ heute wert. Auf dieses Missverhältnis macht IJM, die International Justice Mission, deutschlandweit aufmerksam. Diese Kampagne nimmt die Andreas-Kirchengemeinde in Lebenstedt zum Anlass, um am Sonntag, 13. Dezember, um 9.30 Uhr einen besonderen Gottesdienst zu begehen.

„Mitten in der Adventszeit möchten wir ein Augenmerk auf eine andere, schwierige Seite unserer Gesellschaft richten. Wir möchten unseren Beitrag zur Unterstützung der IJM-Arbeit beitragen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Kirchengemeinde lädt zu diesem speziellen Gottesdienst ein, den IJM-Botschafterin und Lektorin Simone Bares gemeinsam mit Propst Uwe Teichmann hält.

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IJM arbeitet in elf Ländern in Afrika, Lateinamerika, Südasien und Südostasien an der Veränderung der Rechtssysteme, damit arme Menschen durch die Gesetze ihres Landes vor Unrecht tatsächlich geschützt sind. Gemeinsam mit der örtlichen Polizei ermittelt und befreit IJM Betroffene aus Menschenhandel, Zwangsprostitution, Sklaverei und anderen Formen gewaltsamer Unterdrückung.

Mehr als 23.000 Betroffene von Gewalt haben bereits von der Arbeit von IJM profitiert. Sie überführt die Täter gemeinsam mit der Polizei und setzt sich dafür ein, dass diese strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden. QDas wirkt und schreckt ab. Seit 2004 wurden durch die Rechtshilfe von IJM mehr als 770 Täter für ihre Gewalttaten verurteiltQ, heißt es in einer Pressemitteilung.

IJM richtet die Ausgestaltung, Verwaltung und Evaluation der Programme zur nachhaltigen Veränderung von Rechtssystemen evidenzbasiert aus. Die Entwicklung fußt auf grundlegenden Untersuchungen über das Ausmaß eines bestimmten Gewaltverbrechens und der Beschaffenheit und Effektivität der diesbezüglichen Reaktion des Rechtssystems.

IJM arbeitet mit der lokalen Regierung zusammen, um sich über den Umfang und den Fokus des Programms zu einigen. Außerdem legt sie Zielvorhaben fest, sie sammelt, analysiert und nutzt Daten, um die Fortschritte zu verfolgen und das Programm bei Bedarf zu modifizieren. Zuletzt evaluiert IJM die Auswirkung des gesamten Programms, indem das Ausmaß des Gewaltverbrechens und die Reaktion des Rechtssystems erneut untersucht werden.

Von Roland Weiterer

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