Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Salzgitter Regionalverband will Bahnhof in Baddeckenstedt umbauen
Nachrichten Salzgitter

Regionalverband will Bahnhof in Baddeckenstedt umbauen

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:35 06.01.2021
Die Bahnstation in Baddeckenstedt soll spätestens bis 2028 barrierefrei ausgebaut werden. Quelle: rwe
Anzeige
Baddeckenstedt

Kurz vor Weihnachten haben die Deutsche Bahn und der Regionalverband Großraum Braunschweig zwei Vereinbarungen auf den Weg gebracht. Danach sollen bis Ende 2028 vier Bahnhöfe im Gebiet barrierefrei ausgebaut sein. Eine der Maßnahmen betrifft auch die Station in Baddeckenstedt im Landkreis Wolfenbüttel.

An der Hauptstraße ist ein neuer Bahnsteig geplant, der 175 Meter lang und 55 Zentimeter hoch werden soll. Damit wäre die Barrierefreiheit hergestellt. „Zwei neue Wetterschutzhäuser und energiesparende Beleuchtung sind geplant. Hinzu kommt ein neuer Personentunnel, der sowohl die Nord- als auch die Südseite der Bahn erschließen soll. Vorgesehen sind entweder Rampen oder Aufzüge als Bahnsteigzuwegung, was noch nicht entschieden ist“, teilt der Regionalverband mit.

Anzeige

„Zusätzlich zum jetzt unterzeichneten Vertrag mit der Deutschen Bahn AG soll das Bahnhofsumfeld in Baddeckenstedt umgestaltet werden. Dabei soll der Stationsrahmenplan, den der Regionalverband auch für Baddeckenstedt erarbeiten ließ, im Wesentlichen umgesetzt werden. Dieser beinhaltet unter anderem eine neue Erschließung der Bahnsteige auf der Südseite. Dort sollen Park&Ride- sowie Bike&Ride-Anlagen entstehen“, heißt es weiter.

Weitere Baumaßnahmen sind in Dettum im Landkreis Wolfenbüttel sowie in Vorhop und in Schönewörde im Landkreis Gifhorn vorgesehen. Wie viel Geld dafür nötig ist, ist nicht bekannt. Der Regionalverband übernimmt mit dem Vertrag zunächst die Planungskosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro für die vier Stationen. Im Zuge der Verfahren werden auch die jeweiligen Baukosten ermittelt.

2028 soll alles fertig sein. Laut Verbandsdirektor Ralf Sygusch wären dann „bis auf den Bahnhalt in Frellstedt alle 46 Bahnhöfe in unserer Region barrierefrei ausgebaut“. Ein sehr wichtiges Anliegen auch für die Deutsche Bahn als Eigentümerin und Betreiberin der Infrastruktur. Ihr sei es wichtig, „für alle Menschen einen einfachen Zugang zum Bahnfahren zu ermöglichen und damit die Mobilitätswende zu unterstützen“, betont Bärbel Aissen, Leiterin Regionalbereich Nord DB Station&Service AG.

Neben der Barrierefreiheit ist dem Regionalverband die Verbesserung der Aufenthaltsqualität ein großes Anliegen. „Gemeinsam mit der Deutschen Bahn und den Kommunen machen wir den ÖPNV attraktiver und wollen so dafür sorgen, dass immer mehr Menschen die guten Angebote auf Schiene und Straße nutzen“, erläutert Ralf Sygusch.

Der zweite Vertrag beinhaltet den Bau eines Bahnsteigdaches in Braunschweig-Gliesmarode. Verbandsdirektor Ralf Sygusch: „Wir wollen nicht nur den Pflichtteil erfüllen. Im Verkehrsknotenpunkt Gliesmarode erkennen wir mit Blick auf das attraktive Bedienungsangebot und die sehr gute Verknüpfung von Stadtbahn, Bus und Regionalbahn viel Potenzial.“

Für die auf der Grundlage des aktuellen Bedienungsangebotes prognostizierten 600 Ein- und Aussteiger reichen laut Richtlinie zwei Wetterhäuschen aus. Mit der Ausweitung der Angebote im regionalen wie auch im städtischen Verkehr geht der Regionalverband davon aus, die Fahrgastzahlen zukünftig auf rund 1.500 am Tag ausbauen zu können – und darauf möchte der Verband vorbereitet sein: „Wir wollen für die fortschreitende Verkehrswende vorbereitet sein. Diese Strategie ist unserer Meinung nach sinnvoll. Daher soll jetzt das Dach mitgebaut werden.“ Die dafür veranschlagten Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 650.000 Euro.

Von Roland Weiterer