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Salzgitter Polizei Salzgitter warnt vor dem Enkeltrick und falschen Polizisten
Nachrichten Salzgitter Polizei Salzgitter warnt vor dem Enkeltrick und falschen Polizisten
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13:45 18.06.2020
Der sogenannte Enkeltrick dürfte bekannt sein, dennoch fallen viele Menschen noch darauf herein. Quelle: Archiv
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Salzgitter

Im Bereich Salzgitter haben erneut unbekannte Täter versucht, Geld von vorwiegend älteren Einwohnern zu ergaunern. So wurde am Dienstag ein Ehepaar in Heere mehrfach von angeblichen Polizisten angerufen. Durch geschickte Gesprächsführung brachte der angebliche Beamte das Ehepaar dazu, Geld von der Bank abzuheben und auf Anweisung die Summe an einem bestimmten Platz zu deponieren.

Glücklicherweise beobachtete dieses ein Zeuge und der informierte die echte Polizei, so dass die mögliche Beute gesichert werden konnte. Ebenfalls am Dienstag ist zudem eine 81-jährige Seniorin aus Salzgitter um einen größeren Geldbetrag betrogen worden. Bei ihr hatten sich angebliche Enkelkinder gemeldet. Die Täter täuschten eine Notlage vor und ergaunerten so einen größeren Geldbetrag. In beiden Fällen wurden die Ermittlungen aufgenommen.

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Die Polizei gibt Tipps: Senioren sollten von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, immer den Dienstausweis fordern und beim geringsten Zweifel bei der Behörde anrufen. Dabei sollten jeder die Telefonnummer selbst heraussuchen oder sich diese durch die Telefonauskunft geben lassen. Wichtig: Die Besucher sollten währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.

„Die Polizei wird niemals um Geldbeträge bitten“, heißt es in dem Aufruf. Jeder Senior sollte misstrauisch werden, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. „Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen“, empfiehlt die Polizei und rät, misstrauisch zu sein, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die sie als solche nicht erkennen. Deshalb sollte jeder beim Anrufer Dinge erfragen, die nur der richtige Verwandte oder Bekannte wissen kann.

Die Angerufenen sollten niemals Details zu familiären und finanziellenVerhältnissen preisgeben, sich nicht unter Druck setzen lassen und Zeit nehmen, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Einfach die jeweilige Person unter der bekannten Nummer anrufen. Und wenn jemand Geld oder andere Wertsachen fordert, sollte das mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen besprochen werden. „Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen. Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.

Wer bereits Opfer eines Enkeltricks geworden ist, sollte die Tat unbedingt anzeigen. „Dies kann helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen“, schreibt die Polizei, die dazu rät, höhere Geldbeträge und Wertgegenstände nicht zuhause aufzubewahren, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.

Von Roland Weiterer