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Salzgitter Mahnung vor Krieg und Gewalt auf dem Friedhof in Salzgitter
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Mahnung vor Krieg und Gewalt auf dem Friedhof in Salzgitter

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17:14 03.11.2020
Betriebsrat Koray Akdeniz und Anke Peinemann, Leiterin der Abteilung Berufliche Bildung der Salzgitter Flachstahl, legen einen Kranz nieder für die Opfer. Quelle: rk
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Salzgitter

Die Salzgitter AG hat am 2. November auf dem Alten Friedhof in Lebenstedt der Opfer gedacht, die beim Luftangriff auf die Ausbildungswerkstatt der Hütte vor 76 Jahren ihr Leben verloren hatten. Unter den zurzeit herrschenden besonderen Bedingungen legten Anke Peinemann, Leiterin der Abteilung Berufliche Bildung der Salzgitter Flachstahl GmbH, und Koray Akdeniz, Mitglied des Betriebsrats, einen Kranz an den Gräbern der Verstorbenen nieder.

Am 2. November 1944 hatten alliierte Flugzeuge auf dem Rückflug von Berlin das Gelände des Hüttenwerkes in Immendorf bombardiert, 47 Lehrlinge im Alter zwischen 14 und 18 Jahren kamen ums Leben. Die meisten wurden in einem abgeteilten Bereich auf dem Alten Friedhof beigesetzt. Zehn weitere Grabstätten befinden sich auf dem Friedhof in Thiede.

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Anke Peinemann wies auf die Bedeutung der Veranstaltung hin: „Wir gedenken jeden 2. November mit einem Kranz den ehemaligen Auszubildenden der Hütte. Dies hält die Erinnerung wach und mahnt uns vor Krieg und Gewalt.“ Sie appelliert daran, immer Lösungen für ein friedliches Miteinander zu suchen.

Für Koray Akdeniz bietet der Anlass eine gute Gelegenheit, um aus der Geschichte zu lernen und möglichen Entwicklungen entgegen zu wirken. „Es ist unsere Pflicht alles dafür zu tun, dass nie wieder Menschen durch Krieg sterben müssen.“

Normalerweise sind auch Auszubildende, weitere Vertreter des Betriebsrates und der Jugendvertretung sowie Interessierte und Zeitzeugen anwesend. In diesem Jahr konnten sie nicht teilnehmen.

Von Roland Weiterer