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Salzgitter Land fördert die Integrationsarbeit in Salzgitter
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Land fördert die Integrationsarbeit in Salzgitter

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15:33 24.12.2020
Hilfe für die Stadt: In der Ost-und Westsiedlung in Salzgitter-Bad soll mit Mitteln des Integrationsfonds eine neue Kindertagsstätte entstehen. Quelle: Stadt Salzgitter / A. Kugellis
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Salzgitter

Die Stadt Salzgitter erhält in diesem Jahr Förderbescheide in Höhe von rund 4,26 Millionen Euro aus dem Integrationsfonds des Landes Niedersachsen. Diese Mittel werden für investive Maßnahmen wie den Bau einer Kindertagesstätte und zahlreiche soziale Integrationsprojekte verwendet.

Seit dem Jahr 2017 werden aus Mitteln des Integrationsfonds des Landes Niedersachsen Projekte gefördert, die der Stadtgesellschaft bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen durch die Zuwanderung von geflüchteten Menschen unterstützen. Im ersten Jahr waren neben Salzgitter noch Delmenhorst und Wilhelmshaven anspruchsberechtigt, weitere Kommunen kamen hinzu, in diesem Jahr erhalten insgesamt zwölf Kommunen Geld aus dem Fonds.

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Dazu betont Salzgitters Oberbürgermister Frank Klingebiel: „Fünf Jahre nach der Flüchtlingskrise steht unsere Stadt bedingt durch die laufende Integration von rund 6.500 Flüchtlingen, die aktuell in Salzgitter leben, noch immer vor enormen Herausforderungen. Beispielsweise ist der notwendige Ausbau der Kapazitäten in der Kindertagesbetreuung ein finanzieller Kraftakt, den die Stadt nicht alleine stemmen kann. Und nach wie vor gilt, dass Integrationsprojekte nur erfolgreich sein können, wenn hinter ihnen eine langfristige und verlässliche Planung steht.“

Zuwanderung eine Chance

„Zuwanderung ist eine Chance für unsere Kommunen. Die Integration von geflüchteten Menschen und Asylsuchenden stellt sie aber auch vor Herausforderungen. Die Stadt Salzgitter ist hiervon in besonderem Maße betroffen", betont die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, Dr. Ulrike Witt. „Integration braucht gute Projekte, die die Partizipation der Neuankömmlinge ermöglicht. Die Stadt Salzgitter hat mit dem Land Niedersachsen nun schon im vierten Jahr einen starken Unterstützer bei dieser Aufgabe an ihrer Seite.“

Alleine drei Millionen Euro sollen für den geplanten Neubau einer fünfgruppigen Kindertagesstätte in der Ost- und Westsiedlung verwendet werden. Dort ist Bedarf, der Bedarf gilt als sozialstrukturell „besonders notwendig“, schreibt die Stadt. Das Quartier ist geprägt von einem vergleichsweise hohen Anteil von Familien mit Kindern im Transferleistungsbezug sowie den Zuzug von Familien mit Migrationshintergrund. Mit Fördermitteln des Integrationsfonds aus zurückliegenden Jahren wurde in diesem Jahr der Umbau der Kita Steinberg beendet, der Neubau der Kita Grundschule Am See weitergeführt sowie der Neubau der Kita Fredenberg West begonnen.

Viele Projekte nicht sichtbar

Unterstützt werden neben Bauprojekten auch zahlreiche Projekte, die nicht so sichtbar, aber die „immens wichtig sind, um die Stadtgesellschaft zusammenzuhalten“. Oft handelt es sich um niedrigschwellige Integrationsangebote, die in Kooperation mit freien Trägern der Wohlfahrtsverbände realisiert werden. So kümmert sich das SOS-Mütterzentrum mit Hilfe des Integrationsfonds um Angebote zur Integration für Menschen mit Migrationshintergrund. GEfördert wird auch die Arbeit des AWO-Kreisverbandes Salzgitter-Wolfenbüttel, bei der es um die Integration von Geflüchteten und Zugewanderten im Ortsteil Fredenberg sowie im Quartier Suthwiesenstraße.

Auch die Diakonie in Salzgitter erhält Unterstützung aus dem Fonds für Integrationsangebote im Stadtteiltreff „Start.Punkt.Salzgitter“ in Lebenstedt sowie in der Ost-und Westsiedlung in Salzgitter-Bad realisiert werden. Auch eine Migrationsberatung zu aufenthaltsrechtlichen und sozialrechtlichen Fragen soll damit finanziert werden.

Streetwork und Schulleben

Im Bereich Schulsozialarbeit dienen Mittel aus dem Integrationsfonds zur Schaffung verbesserter Teilhabemöglichkeiten an Bildung für Familien mit Fluchthintergrund durch kontinuierliche Unterstützung im täglichen Schulleben. Zusätzlich wird Streetwork durch das Geld finanziert. Es geht um Freizeitangebote der Integrationscoaches, die mit der Jugendberufshilfe, der Jugendberufsagentur und der Schulsozialarbeit koorperieren.

Auch die Kontorsarbeit in den Quartieren Steterburg, Seeviertel und Fredenberg lebt von Fördermitteln. Ziel dieses Projektes des Fachdienstes Soziales und Senioren ist die Gestaltung eines „inklusiven Stadtteils“ durch Informieren, Koordinieren, Vernetzen und Evaluieren. Auch die präventive Arbeit des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) mit Geld aus dem Integrationsfonds unterstützt.

Von Roland Weiterer

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