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Kurzarbeit stützt Beschäftigung in Salzgitter und der Region

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16:43 01.09.2020
Die Agentur für Arbeit hat die Arbeitslosenzahlen für August 2020 veröffentlicht. Quelle: rwe
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Salzgitter

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist im August gegenüber dem Vormonat angestiegen. Insbesondere Personen unter 25 Jahren sind betroffen, die nach ihrer Berufsausbildung nicht gleich eine Anschlussbeschäftigung gefunden haben. „Der starke Anstieg bei den Jüngeren im Vorjahresvergleich (+655 oder 32,1 Prozent) ist im Wesentlichen auf den Ferienbeginn im Juli 2020 zurückzuführen“, heißt es im Bericht der Arbeitsagentur Braunschweig-Goslar.

Der erhebliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr (+4.165 oder 22 Prozent) ist Folge der Corona-Krise und im Wesentlichen weiterhin auf die fehlenden Abgänge in Beschäftigung sowie das reduzierte Angebot an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zurückzuführen. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 7,0 Prozent und liegt damit 1,2 Prozentpunkte über Vorjahresniveau. Kommunal gesehen bleibt Wolfenbüttel der Spitzenreiter mit einer Quote von 5,6 Prozent vor der Stadt Braunschweig (6,0), dem Kreis Goslar (7,5) und der Stadt Salzgitter (10,9).

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„Die Kurzarbeit stützt weiter die Beschäftigung. Mit dem Kurzarbeitergeld wollen wir das Band zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber halten. Dies ist bisher gut gelungen. Ich begrüße die Entscheidung, die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld zu verlängern. Auch die Möglichkeit für Arbeitgeber, im kommenden Jahr bei einer Verbindung von Kurzarbeit und Qualifizierung die Sozialbeiträge weiterhin zu 100 Prozent erstattet zu bekommen, ist richtig“, bewertet Oliver Bossow, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit, die aktuelle Arbeitsmarktlage.

Die Statistik der realisierten Kurzarbeit basiert auf den Angaben in den Abrechnungslisten, die den Anträgen auf Kurzarbeitergeld beizufügen sind. Daten werden mit einer Wartezeit von fünf Monaten veröffentlicht, da hiermit eine sichere Statistik auf vollzähliger Basis mit hoher Aualität gewährleistet ist.

Diese erste Hochrechnung für den März 2020 liegt erstmals auf Ebene der Städte und Landkreise vor. Demnach wurde damals konjunkturelles Kurzarbeitergeld wie folgt in Anspruch genommen: Stadt Braunschweig 1.207 Betriebe mit 13.034 Kurzarbeitenden, in der Stadt Salzgitter waren es 328 Betriebe mit 7.353 Kurzarbeitenden, im Landkreis Goslar 680 Betriebe mit 3.706 Kurzarbeitenden und im Landkreis Wolfenbüttel 300 Betriebe mit 1.482 Kurzarbeitenden.

Von Roland Weiterer