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Kunstraub, Lagerfeld und Big Data bei der VHS Salzgitter

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16:12 11.05.2021
Kunstprofessorin Bénèdicte Savoy ist zu Gast bei der VHS Salzgitter. Sie wurde vor zwei Wochen in Braunschweig mit der Gauss-Medaille ausgezeichnet.
Kunstprofessorin Bénèdicte Savoy ist zu Gast bei der VHS Salzgitter. Sie wurde vor zwei Wochen in Braunschweig mit der Gauss-Medaille ausgezeichnet. Quelle: David Ausserhofer
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Salzgitter

Die Volkshochschule (VHS) der Stadt lädt nächste Woche zu drei ganz verschiedenen Online-Themen auf ihre Internetseite ein. Dabei sind die Inhalte sehr vielfältig, es geht um afrikanische Kunstschätze, das Leben Karl Lagerfelds und die Folgen von Big Data.

Den Beginn macht am Dienstag, 18. Mai, um 19.30 Uhr der Vortrag „Afrikas Kampf um seine Kunst“, der wahlweise in französischer oder deutscher Sprache zu empfangen ist. Das Gespräch zwischen Bénédicte Savoy und Arno Bertina wird moderiert von Michaela Wiegel, einer politischen Korrespondentin der FAZ für Frankreich. Der Inhalt des Vortrages: Schon vor 50 Jahren kämpfte Afrika um seine Kunst, die während der Kolonialzeit massenweise in europäische Museen gelangt war. Bénédicte Savoy und Arno Bertina sprechen über die aktuelle Diskussion über die Rückgabe von geraubten Güter an ihre Ursprungsländer.

Prof. Bénédicte Savoy ist Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. 2016 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie hat vielfältig zu Kunstraub und Beutekunst geforscht und ist eine der prominentesten Stimmen in der Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter in westlichen Sammlungen. 2021 erscheint bei C.H. Beck ihr neues Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst: Geschichte einer postkolonialen Niederlage“. Arno Bertina ist Autor von Romanen, Essays und Radiofeatures, in denen er häufig zeitgeschichtliche Themen aufgreift. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Goethe-Institut Paris und der Heinrich Böll Stiftung Paris statt.

Ein weiterer Online-Vortrag befasst sich unter dem Titel „Karl Lagerfeld – ein Deutscher in Paris“ am Mittwoch, 19. Mai, um 19.30 Uhr mit einer der schillerndsten Persönlichkeiten der Modewelt. „Es fängt mit mir an, und es hört mit mir auf.“ Karl Lagerfeld stilisierte sich selbst zum lebenden Logo und zu einem Mythos der Modewelt. FAZ-Redakteur Alfons Kaiser, der Lagerfeld lange kannte, stellt den charismatischen Modeschöpfer im Gespräch mit Prof. Barbara Vinken vor, Professorin für Romanistik in München. Er ist Redakteur bei der FAZ und dort verantwortlich für das Ressort „Deutschland und die Welt“. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Haus (Maison Heinrich Heine) live aus Paris statt.

Um den Einfluss von Big Data auf den Alltag jedes Einzelnen geht es bei einem Streamings in der VHS-Veranstaltungsreihe Stadt/Land/DatenFluss am Mittwoch, 19. Mai, um 19 Uhr unter dem Titel „Habe ich Follower, von denen ich nichts weiß?“ Prof. Dr. Ulf Brefeld, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Leuphana Universität Lüneburg und Mitglied der Plattform „Lernende Systeme“, diskutiert mit den Nutzern darüber, ob das Preisgeben von persönlichen Informationen zum digitalen Alltag gehört. Er sagt: „Was mit diesen Daten passiert, ist uns meist nicht bewusst.“ Der Begriff Big Data, so Ulf Brefeld, werde mit der Verletzung von Persönlichkeitsrechten und zunehmender Überwachung in Verbindung gebracht. Er ist aber überzeugt: „In der Sammlung von großen Datenmengen liegen jedoch gleichzeitig Chancen und Innovationspotentiale.“ Anmelden kann man sich für diesen Livestream bis zum 18. Mai.

Von Roland Weiterer