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Salzgitter Klimafreundlicher Stahl: Salzgitter AG eröffnet Anlage WindH2
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Klimafreundlicher Stahl: Salzgitter AG eröffnet Anlage WindH2

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03:20 12.03.2021
Start für WindH2: Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, drückt im Beisein der Gäste aufs Knöpfchen.
Start für WindH2: Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, drückt im Beisein der Gäste aufs Knöpfchen. Quelle: rk
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Salzgitter

Die Salzgitter AG hat zusammen mit Avacon und Linde einen wichtigen und beispielgebenden Schritt auf dem Weg in die Dekarbonisierung der Stahlindustrie vollzogen. Mit der Inbetriebnahme des in Deutschland einzigartigen Sektorkopplungsprojekts „Windwasserstoff Salzgitter - WindH2“ wird auf dem Gelände des Hüttenwerks in Salzgitter künftig grüner Wasserstoff mit Strom aus Windenergie erzeugt.

WindH2 bildet einen zentralen Baustein des von der Salzgitter AG entwickelten Technologieprojektes SAlzgitter Low CO2 Steelmaking ab oder kurz SALCOS. Es beschreibt den effizientesten und zeitnah umsetzbaren Weg, um Stahl eines Tages möglichst frei von CO2-Emissionen herzustellen. Dabei wird regenerativ erzeugter Wasserstoff den bislang für die Verhüttung von Eisenerzen erforderlichen Kohlenstoff ersetzen.

„Die bislang betriebenen drei Hochöfen müssen dafür schrittweise durch eine Kombination aus Direktreduktionsanlagen und Elektrolichtbogenöfen ersetzt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Über eine solche Transformation der Stahlerzeugung lässt sich nach Konzernangaben die Belastung mit Treibhausgas bis zum Jahr 2050 um etwa 95 Prozent verringern.

Die neu errichteten Anlagen wurden am Donnerstag in Salzgitter der Öffentlichkeit vorgestellt. Avacon betreibt auf dem Gelände der Salzgitter AG sieben neue Windräder mit einer Leistung von insgesamt 30 Megawatt. Die Salzgitter Flachstahl GmbH hat zentral auf dem Werksgelände zwei 1,25 Megawatt-PEM-Elektrolyse-Einheiten installiert, die pro Stunde rund 450 Kubikmeter hochreinen Wasserstoff erzeugen sollen.

„Schon heute wird in der Stahlherstellung Wasserstoff für Glühprozesse und in den Feuerverzinkungsanlagen eingesetzt“, schreibt die Salzgitter AG. Der Industriegasproduzent Linde liefere das Gas zurzeit per Lkw und wird auch künftig die kontinuierliche Versorgung des Wasserstoffbedarfs absichern. Sämtliche Anlagen laufen derzeit im Probebetrieb.

Mit „WindH2“ wollen die Partner ihr Know-how sowie Erfahrungen mit der Vor-Ort-Produktion von Windstrom und Wasserstoff, sowie deren Integration in die komplexen Abläufe und Prozesse eines integrierten Hüttenwerks sammeln. Die Kosten für das gesamte Projekt von der Errichtung der Windräder und der Wasserstoffanlagen inklusive deren Einbindung in die bestehenden Leitungsnetze belaufen sich laut Konzernmitteilung auf rund 50 Millionen Euro. Der Bau der Elektrolyse wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert.

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, war bei der Eröffnung „stolz darauf, Vorreiter der industriellen Nutzung von grünem Wasserstoff in der Stahlindustrie zu sein“. Die bislang in Deutschland einzigartige Sektorkopplung „Windwasserstoff Salzgitter- WindH2“ sei „ein bedeutender Baustein auf dem Weg in eine klimafreundliche Stahlproduktion“.

Von Roland Weiterer

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