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Salzgitter Die Johanniter-Motorradstaffel aus Salzgitter düst wieder los
Nachrichten Salzgitter Die Johanniter-Motorradstaffel aus Salzgitter düst wieder los
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15:11 20.05.2020
Die ehrenamtliche Motorrad-Staffel der Johanniter geht wieder auf Tour: Rüdiger Schierding, Sabine Symietz, Nico Müller und Karsten Knocke. Quelle: JUH
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Salzgitter

Die Maschinen sind geputzt, die Tanks gefüllt und die Ausrüstung liegt bereit: Die Motorradstaffel des Salzgitteraner Johanniter-Ortsverbands darf endlich wieder auf den Autobahnen – wegen der Corona-Krise eineinhalb Monate später als geplant.

„Wir brennen darauf und haben schon die ganzen Wochen auf den Neustart gewartet.“ Rüdiger Schierding, Leiter der Motorradstaffel, ist glücklich, weil es wieder auf die Straße geht. Die nötigen Schutzmaßnahmen wurden überlegt, besprochen und umgesetzt. Denn die Fahrer sind in Zeiten der Pandemie unter besonderen Bedingungen unterwegs.

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Das fängt schon vor dem eigentlichen Einsatz an. Zu den Umziehkabinen bei der Dienststelle in der Windmühlenbergstraße geht es künftig außen herum – niemand geht durch das Gebäude - um unnötige Kontakte zu vermeiden. In den Kabinen wird beim Anziehen der Dienstkleidung ein größtmöglicher Abstand gehalten. Dann melden sich die ehrenamtlichen Johanniter eigentlich vor jedem Einsatz persönlich bei der Autobahnpolizei an. Das ist auch nicht mehr nötig: „Das machen wir ab sofort telefonisch“, sagt Rüdiger Schierding.

Auch die Schutzausrüstung der Helfer hat sich verändert: Dank Corona sind jetzt auch FFP2-Masken immer mit dabei. „Wenn wir Erste Hilfe leisten müssen und es irgendwelche Hinweise auf eine Erkrankung gibt, setzen wir die Masken auf“, erklärt Rüdiger Schierding. Im Anschluss können die Masken dann auf der Dienststelle desinfiziert und erneut gebraucht werden.

Vor den ehrenamtlichen Helfern liegt erneut eine spannende Saison. Im Jahr 2019 waren sie insgesamt 14.939 Kilometer auf niedersächsischen Autobahnen unterwegs: 148 Mal haben sie dabei Menschen im Notfall geholfen. Seit der Gründung im Jahr 2006 sind die Helfer regelmäßig im Einsatz und immer da zur Stelle, wo Hilfe gebraucht wird: Wenn Einsatzstellen abgesichert werden müssen und Erste Hilfe nötig ist, um Rettungskräfte an die Unfallstellen heranzuführen, die Autobahnpolizei bei Verkehrskontrollen im Harz zu unterstützen und Sanitätsdienste bei Fahr- und Laufveranstaltungen zu leisten.

Auch wenn die Corona-Pandemie einen Saisonstart Anfang April verhindert hat, untätig was das Salzgitteraner Ehrenamt trotzdem nicht: Die Ausbildungsabende – normalerweise trifft man sich jeden Dienstag in der Dienststelle – wurden kurzerhand online organisiert.

In der aktuellen Situation sind die Johanniter nach eigenen Angaben auf finanzielle Unterstützung angewiesen – insbesondere zur Sicherstellung der zahlreichen ehrenamtlichen Leistungen. „Viele ehrenamtliche Helfer sind für die Menschen im Einsatz – freiwillig und unentgeltlich. Beispielsweise im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz“, heißt es in einer Pressemitteilung. Insbesondere für spezielle Ausstattung und Ausrüstung werde finanzielle Hilfe benötigt. Mehr Informationen online unter .

Von Roland Weiterer

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