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Salzgitter Immer mehr Menschen in Salzgitter sind derzeit ohne Job
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Immer mehr Menschen in Salzgitter sind derzeit ohne Job

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13:47 02.02.2021
Die Agentur für Arbeit in der Lichtenberger Straße in Salzgitter-Lebenstedt.
Die Agentur für Arbeit in der Lichtenberger Straße in Salzgitter-Lebenstedt. Quelle: rwe
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Salzgitter

Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur Braunschweig-Goslar ist im Januar gegenüber dem Vormonat weiter um 1.309 auf insgesamt 21.942 gestiegen. Das sind 3.235 oder 17,3 Prozent mehr gegenüber dem Januar 2020. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,7 und bewegt sich damit glatt einen Prozentpunkt über dem Wert vor einem Jahr.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Folge der Pandemie geht nicht nur auf Entlassungen zurück. „Neben den Menschen, die ihre Beschäftigung, Ausbildung oder auch Selbständigkeit coronabedingt verloren haben, erhöht sich die Zahl der Arbeitslosen, weil es für Arbeitslose seit April zum Teil schwerer war als im vergangenen Jahr, einen neuen Job finden. Aber auch die Beschäftigungsaufnahmen aus Maßnahmen fallen deutlich niedriger aus. Es sind damit einige Bausteine, die die Arbeitslosenzahlen steigen lassen“, erläutert Gerald Witt, Chef der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar.

Im kommunalen Vergleich sieht die Lage in Landkreis Wolfenbüttel mit einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent am besten aus. Es folgen die Stadt Braunschweig (5,7) und der Landkreis Goslar (7,4) und die Stadt Salzgitter (10,0).

Die konjunkturelle Krise in Folge der Pandemie hat besonders große Auswirkungen auf Menschen, die schlecht qualifiziert oder deren Sprachkenntnisse unzureichend sind. Der Anteil der Arbeitslosen ohne abgeschlossene Berufsausbildung liegt bei 56,2 Prozent und ist in den letzten zwölf Monaten um 1.850 (17,6 %) auf insgesamt 12.341 gestiegen.

„Schlagworte wie Digitalisierung und Automatisierung wandeln unter anderem den Arbeitsmarkt. Wir werden weiterhin mit Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitslosen, Wiedereinsteigern aber auch Beschäftigten, diesen Anforderungen der Zukunft begegnen. Wer sich dafür interessiert, sollte mit uns Kontakt aufnehmen“, lässt Gerald Witt dazu mitteilen

Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die erkrankt sind oder an Maßnahmen teilnehmen, lag im aktuellen Berichtsmonat bei 28.329 Personen, dies sind glatte acht Prozent oder 2.102 Personen mehr als vor einem Jahr.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Zurückhaltung der Betriebe bei der Suche nach Arbeitskräften deutlich erkennbar. Im Januar 2021 wurden 150 Stellen weniger gemeldet als im Vorjahresvergleich. Aktuell werden 4.367 Arbeitsstellen im Bestand gezählt, das sind 614 weniger als noch vor einem Jahr (-12,3 Prozent). Gegenüber dem Dezember nahm die Nachfrage weiter ab (-141 gemeldete Stellen oder 3,1 Prozent). Die TOP5 der gemeldeten Stellen finden sich bei den Fachkräften im Verkauf (167) und Altenpflege (142 Stellen), es folgen Kranführerhelfer (142), Bauelektrik-Fachkräfte (99) sowie Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege (94).

Von Roland Weiterer

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