Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Salzgitter Eingliederungshilfe in Salzgitter: Mitarbeiter drücken die Schulbank
Nachrichten Salzgitter

Eingliederungshilfe in Salzgitter: Mitarbeiter drücken die Schulbank

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:25 26.10.2020
Erfolgreiche Teilnahme: Dr. Dieter Hädrich eröffnet die Abschlussveranstaltung. Quelle: Ostfalia
Anzeige
Salzgitter

23 Absolventen aus den Eingliederungshilfen der Städte Salzgitter und Wolfsburg haben die einjährige Zusatzqualifikation „Teilhabe von Menschen mit Behinderung“ erfolgreich abgeschlossen. Monika Müller, Dezernentin für Soziales und Gesundheit, Klinikum und Sport in Wolfsburg, und ihr Kollege Dr. Dirk Härdrich, Dezernent für Bildung, Soziales und Integration in Salzgitter sowie Prof. Dr. Ludger Kolhoff von der Ostfalia Hochschule übergaben die Zertifikate in einer feierlichen Abschlussveranstaltung.

Vor einem Jahr haben die Städte vereinbart, ihre Teams in der kommunalen Eingliederungshilfe weiter zu qualifizieren. Zusammen mit Prof. Dr. Ludger Kolhoff wurde die einjährige Fortbildung entwickelt, die in Wolfenbüttel an der Fakultät „Soziale Arbeit“ und in den Verwaltungen in Salzgitter und Wolfsburg lief. Die 23 Verwaltungsfachkräfte und Sozialarbeiterinnen durften quasi nochmal die Schulbank drücken und haben sich in elf Themenkomplexen für die neuen Anforderungen qualifiziert, die das Bundesteilhabegesetz an sie stellt. Dazu gehörten Kommunikation und Beratung, Fallmanagement, Soziale Teilhabe und Teilhabe an Bildung und Sozialplanung.

Anzeige

Die Auswahl der Inhalte dieser Zusatzqualifikation orientierte sich an den Bedarfen der in der Eingliederungshilfen neu eingestellten Kräfte der Städte in Wolfsburg und Salzgitter. Das Besondere dieser Qualifizierung: Der interkommunale Erfahrungsaustausch und das gemeinsame Reflektieren der Praxis zwischen und innerhalb der Teams.

Bereichernd für alle waren die Erfahrungen der Mitarbeiter der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) aus Wolfsburg. Hier wurden Beeinträchtigungen wie beispielsweise Blindheit oder körperliche Eingeschränktheit simuliert, damit sich die Fachkräfte besser in die Menschen, die mit ihren Anliegen zu ihnen kommen, hineinversetzen können. Einziger Wehmutstropfen: Die Zusatzqualifikation konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht als „training of the job“ an der Ostfalia, gekoppelt mit einem „training near the job“ in den Kommunen umgesetzt werden. Praxisbesuche und der Praxisaustausch in den beiden Verwaltungen mussten entfallen.

Das Fazit der Absolventen und der Verantwortlichen fällt insgesamt positiv aus. „Die Zusammenarbeit mit der Ostfalia und der Stadtverwaltung Wolfsburg war sehr konstruktiv. Alle Fachkräfte haben in diesem Jahr viel gelernt und nehmen viel für ihre tägliche Arbeit mit. Ich kann mir vorstellen, dass der Wissensaustausch in der Arbeitsgruppe auch in den nächsten Monaten bestehen bleibt“, sagt Dr. Dirk Härdrich

Stadträtin Monika Müller: „Trotz des einen oder anderen Hindernisses in den letzten Monaten ist es mit gebündelter Kraft gelungen, das breite Spektrum der Eingliederungshilfe zu schulen. Die nebenbei entstandenen Netzwerke sind ein weiterer positiver Effekt für den künftigen fachlichen Austausch. Um Inklusion zu verwirklichen und Menschen mit Beeinträchtigungen zu einer gleichberechtigten Teilhabe zu verhelfen, werden entsprechende Initiativen benötigt.“

Von Roland Weiterer