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Eine grüne Begegnungsstätte wächst heran in Salzgitter-Bad

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06:43 01.06.2021
Freuen sich über den Startschuss für den Pädagogischen Stadtteilgarten: Dennis Gläser (Leiter Familienzentrum KunterBund), Dr. Holger Müller (van der Horst), Dirk Heselschwerdt (Norddeutscher Landschaftsbau), Robert Kusmierczyk (AL-PS Steel GmbH) und Bonny Reinbeck (Referat Soziale Stadt).
Freuen sich über den Startschuss für den Pädagogischen Stadtteilgarten: Dennis Gläser (Leiter Familienzentrum KunterBund), Dr. Holger Müller (van der Horst), Dirk Heselschwerdt (Norddeutscher Landschaftsbau), Robert Kusmierczyk (AL-PS Steel GmbH) und Bonny Reinbeck (Referat Soziale Stadt). Quelle: Stadt Salzgitter
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Salzgitter

Ein Insektenhotel, Hochbeete, Kräuter, Sitzflächen und vieles andere mehr: Die Ideen für den „Pädagogischen Stadtteilgarten“ hinter dem Kindergarten Kunter-Bund in Salzgitter-Bad sind so vielfältig wie die Beteiligten. Mit den Baggerarbeiten ist dieses Projekt gestartet, das unter dem Quartiersmotto „Ein Viertel blüht auf“ steht.

Gartenflächen gemeinsam nutzen und gestalten: Dieser Wunsch in der Westsiedlung wird umgesetzt. Dazu stellt das Unternehmen van der Horst Wohnen als Hauptsponsor zwei lange ungenutzte ehemalige Mietergärten in der Veronikastraße kostenlos zur Verfügung und hat mit der Kirchengemeinde Noah beziehungsweise der Kita KunterBund einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Darüber hinaus übernimmt van der Horst einen Großteil der Ausgaben, um das Gelände sowie und den Zaun zu sanieren, den Rest finanziert die Stadt über Städtebaufördermittel.

„Wir sind von der Idee begeistert. Der Stadtteilgarten ist ein Projekt für die Gemeinschaft und wertet das Gelände auf“, sagt Dr. Holger Müller, Jurist bei van der Horst. Er kündigt weitere Sanierungsarbeiten in den Häusern an. Für die Stadt ist das Projekt ein schönes Zeichen des gemeinsamen Einsatzes der Menschen im Quartier. „Der Pädagogische Stadtteilgarten setzt einen weiteren Akzent und bereichert die Westsiedlung“, sagt Bonny Reinbeck vom Referat für Stadtumbau und Soziale Stadt.

Geplant ist hinter dem Kindergarten ein zweigeteiltes Projekt: Auf den vorderen 296 Quadratmetern ist ein pädagogischer Bereich vorgesehen, auf dem sich die Menschen treffen können, ein grünes Klassenzimmer und eine Grillstelle ist geplant. Die Propstei spendiert ein Gartenhaus.

In der hinteren Hälfte, 264 Quadratmeter groß, soll es richtig grün werden. Pflanzen, Gemüse, Obst, ein „Erdberg“ und eine „wilde Wiese“ sind geplant. Es wird „allerlei zu sehen und zum Erfreuen“ geben, lautet die Idee. Die Kirchengemeinde als Projektträgerin hat die kontinuierliche Alltagspflege der Flächen zugesagt. Die Kitakinder werden dort den Garten erleben und entdecken, was alles so gemacht werden muss, damit es blüht und wächst. Das angebaute Gemüse und Obst soll direkt in den Einrichtungen der Westsiedlung verteilt werden. Kinder und Schüler erfahren auf diese Weise spielerisch viel über die Natur und die Gemeinschaft.

Weitere Institutionen und Einrichtungen haben ihre Unterstützung für den „Pädagogischen Stadtteilgarten“ schon zugesagt und möchten mitmachen. „Wir freuen uns über weitere Interessenten, Gestalter und Ideengeber “, sagt Dennis Gläser, Leiter des Evangelischen Familienzentrums KunterBund. „Wir möchten den Garten gemeinsam gestalten, den Menschen einen Ort der Erholung und des Austauschs bieten und hier schöne Zeiten erleben.“

Dennis Gläser berichtet von positiven Rückmeldungen einiger Eltern. Denn der Stadtteilgarten soll ein grüner Begegnungsraum für die Menschen und von den Menschen im Quartier werden. Dafür gibt es eine Arbeitsgemeinschaft (AG) Garten, die sich derzeit regelmäßig online trifft, um über den weiteren Fahrplan auszutauschen. Die Baggerarbeiten sind mittlerweile beendet, jetzt geht es um die Pläne für die Zäune und die Ideen zum Pflanzen. Der Norddeutsche Landschaftsbau hat dafür zwei Laster-Ladungen Humus zugesagt, damit die Früchte eine gute Grundlage zum Wachsen haben und vielleicht noch zum Erntedankfest gemeinsam geerntet werden können.

Bis dahin können sich weitere Interessierte melden, die sich einbringen möchten. Der Stadtteilgarten ist vom Gelände der Kita und aus Richtung des Roxy-Helco-Spielplatzes zu erreichen.

„Pädagogischer Stadtteilgarten“

Die Idee für dieses Projekt stammt aus dem Arbeitskreis „Kinder & Familien in der Ost- und Westsiedlung“. Die Stärken des Quartiers (Grünfläche, viele Kinder und Familien) werden im Stadtteilgarten pädagogisch umgesetzt: Die Natur als Lernfeld, in dem die Kinder und Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen, sich gemeinsam und damit für die Gemeinschaft einzubringen. Die Nachbarschaft soll dabei ebenso gestärkt werden wie die Westsiedlung.

Folgende Interessenten gibt es: Familienzentrum Christ König; Stadtteiltreff NOW (Bereich Arbeit mit Kindern), HERTA-Treff/SOS-Mütterzentrum, Grundschule am Ziesberg, KJT Jahnstraße und Bambula (Bereich Naturpädagogik), Volkshochschule Salzgitter (Angebote Junge Oase/Talent Campus), Verbände Nabu und BUND sowie weitere Schulen im Quartier (Biologie/AG Bereich).

Der Stadtteilgarten wird vom Gelände der Kita und aus Richtung des Roxy-Helco-Spielplatzes zu erreichen sein. Das NOW und die Arche 4 sind für die Toilettennutzung erreichbar. Hauptsponsor des „Pädagogischen Stadtteilgartens“ ist van der Horst Wohnen, der mit der Kirchengemeinde Noah einen Kooperationsvertrag abgeschlossen hat und die Flächen kostenlos zur Verfügung stellt. Das Projekt folgt dem Quartiersmotto „Ein Viertel blüht auf“ und damit den Klimaschutzzielen des Landes und des Bundes.

Von Roland Weiterer

27.05.2021