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Ein neuer Naturlehrpfad für Salzgitters Höhenzug

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21:55 01.02.2021
Am Vereinsheim der Natur- und Umwelthilfe Goslar an der Grevelquelle soll eine Naturerlebnisstation eingerichtet werden.
Am Vereinsheim der Natur- und Umwelthilfe Goslar an der Grevelquelle soll eine Naturerlebnisstation eingerichtet werden. Quelle: Natur- und Umwelthilfe Goslar e.V.
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Salzgitter

Mit einer Summe von 29.000 Euro unterstützt die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) die Errichtung eines neuen Naturlehrpfades im Landkreis Goslar. Weitere 30.000 Euro steuert die Verwaltung auf Beschluss des Kreistages bei. Geplant ist der Lehrpfad im Landschaftsschutzgebiet „Salzgitterscher Höhenzug“.

Nicht nur Schautafeln sollen die Besucher später über die Flora und Fauna informieren, sondern an markanten Orten so genannte Erlebnisstationen gebaut werden. „Die Landschaft, die überwiegend als FFH-Gebiet geschützt ist,“ so Rainer Schlicht vom Landkreis Goslar, „soll so besser erlebbar gemacht werden.“ Dabei soll der Pfad nicht nur einen Beitrag zur Naherholung und des sanften Tourismus leisten, auch die Umweltbildung steht im Fokus der Überlegungen mit dem Ziel, die junge Generation für die Natur zu begeistern. Rainer Schlicht: „Selbstverständlich wird immer dort, wo es möglich ist, an Menschen mit einem Handicap gedacht, so dass auch hier ein Besuch möglich sein wird.“

Die pädagogische Zielsetzung unterstreicht auch Karsten Behr, Geschäftsführer der NBU: „Sowohl die geologischen Prozesse als auch die Nutzung des Gebiets mit ihren Bodenschätzen haben das heutige Landschaftsbild geprägt und geschaffen. Aus unserer Sicht ist es daher sinnvoll, die Besucherinnen und Besucher gezielt auf diese Besonderheiten hinzuweisen und für die Einzigartigkeit zu sensibilisieren.“

Der südliche Teil des Salzgitterschen Höhenzugs liegt am Nordrand des Landkreises Goslar und grenzt an das Gebiet der Stadt, in der sich der Waldrücken fortsetzt. Der Höhenzug ist auch Sicht des Na-turschutzes als auch der Geologie und der Landeskunde eine Besonderheit und ausgesprochen schutzwürdig. Landnutzungsformen wie die Mittelwaldwirtschaft und die beweideten Kalkhalbtrockenrasen haben den bestehenden Artenreichtum gefördert und diese einzigartige Landschaft erschaffen. Anteil am Erscheinungsbild hat ferner der Bergbau.

Träger des Lehrpfad-Projektes ist der Landkreis Goslar. Für die Umsetzung zeichnen der Verein Natur- und Umwelthilfe Goslar, die Kreisgruppe Goslar des Naturschutzbundes NABU sowie das Forstamt Liebenburg für die Niedersächsischen Landesforsten verantwortlich. Der Zeitplan sieht eine Fertigstellung des Projektes bis zum 30. Juni kommenden Jahres vor.

Die vier Partner begleiten das Projekt fachlich, unterstützen die Umsetzung von Einzelmaßnahmen praktisch und übernehmen als Eigentümer Mitverantwortung für den langfristigen Bestand des Lehrpfades. Das Projekt wird von einem gemeinsamen Arbeitskreis begleitet- Fer-ner ist eine Kooperation mit dem Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen angedacht.

Geplant sind zehn Informationstafeln inklusive QR-Codes an Pfählen, sie sollen inhaltlich entworfen und an markanten Stellen aufgestellt werden. Unter anderem soll mindestens eine in der Nähe des Vereinsheims der Natur- und Umwelthilfe Goslar und des Artenschutzturms im Bereich der ehemaligen Grube Fortuna installiert werden, weil dort auch der Einstieg für Führungen geplant ist.

Hinzu kommt der Bau von vier interaktiven Naturerlebnis-Stationen. So soll eine Station der Beobachtung einer regelmäßigen Uhu-Brut im Bereich des Artenschutzturms dienen. Diverse Kommunikationsmittel wie Flyer, Wanderkarten, Abreißkalender und eine Homepage im Internet dienen dazu, den Naturpfad bekannt zu machen.

Von Roland Weiterer