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Salzgitter Ingeborg Illing und ihr Jahrhundert in Salzgitter
Nachrichten Salzgitter

Ein Jahrhundert in Salzgitter

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15:51 07.12.2021
Ein Jahrhundertleben: Ingeborg Illig aus Salzgitter wirkt mit in der NDR-Dokumentation.
Ein Jahrhundertleben: Ingeborg Illig aus Salzgitter wirkt mit in der NDR-Dokumentation. Quelle: NDR
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Salzgitter

Sie sind alle um die 100 Jahre alt und haben politische und gesellschaftliche Umbrüche in einem Ausmaß miterlebt, wie es für viele heute kaum vorstellbar ist: Für den NDR sind neun Frauen und Männer aus Norddeutschland tief in ihre Erinnerungen eingetaucht, haben ihre Fotoalben geöffnet und erzählen bewegend aus ihren „Jahrhundertleben“, so der Titel der Serie, die ab dem 13. Dezember eine Woche lang um 19.30 Uhr im Regionalmagazin „Hallo Niedersachsen“ zu sehen ist.

Unter den Zeitzeugen ist auch die 99-jährige Ingeborg Illing aus Salzgitter. Ihr Lebenslauf ist geprägt von einem sehr engen und liebevollen Verhältnis zu ihrer Familie. Das hat ihr auch durch viele schwere gesundheitliche Krisen und über den für sie bis heute sehr schmerzlichen Verlust ihres Mannes geholfen. Sie hält zu allen Kindern, Enkeln und Urenkeln engen Kontakt, persönlich oder per Skype und WhatsApp. Ohne ihr Tablet könne sie nicht mehr leben, sagt sie.

Die Berichte von ihren einschneidenden Erlebnissen und emotionalsten Momenten fanden Eingang in die zweiteilige NDR-Dokumentation „Jahrhundertleben“ und ein umfangreiches Online-Dossier, das einer Zeitreise durch die deutsche Geschichte gleicht. Hineingeboren in die „Goldenen Zwanziger“ erlebten die Frauen und Männer als Kinder die Weltwirtschaftskrise und später die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten.

Auf den Zweiten Weltkrieg folgten ein Leben geprägt durch Not und Neuanfang, die Deutsche Teilung und schließlich die Wiedervereinigung. Und längst im Rentenalter angekommen, haben technische Neuerungen, ungeahnte neue Krisen und die Umformung der weltpolitischen Ordnung ein Tempo aufgenommen, dem selbst junge Menschen nur schwer folgen können. Das umfangreiche Angebot unter der Internet-Adresse ndr.de/jahrhundertleben startet am Montag, 13. Dezember.

Entlang der großen historischen Wegmarken sind die Erzählungen der neun Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in Filmen zu sehen, sie gewähren Blicke in ihre Fotoalben und erzählen aus rund 100 Jahren über das Leben in Deutschland. In Biografie-Texten, flankiert von Hintergrundinformationen und großen Bildergalerien können die Nutzerinnen und Nutzer in einem umfassenden Erinnerungsschatz stöbern.

Die persönlichen Filme sind ab dem 13. Dezember zudem in der ARD-Mediathek abrufbar. Die zweiteilige NDR-Dokumentation „Jahrhundertleben“ ist ab dem 16. Dezember in der ARD-Mediathek zu sehen. Das NDR Fernsehen zeigt sie am Sonnabend, 1. Januar, um 17.45 Uhr, und am Sonntag, 2. Januar, 15.45 Uhr.

Von Roland Weiterer