Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Salzgitter Die WEVG sichert sich mehr Trinkwasser für Salzgitter
Nachrichten Salzgitter

Die WEVG sichert sich mehr Trinkwasser für Salzgitter

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:06 30.12.2021
"Weiches" Trinkwasser für Salzgitter: In der Pumpstation bei Gebhardshagen mischt die WEVG das Grundwasser und das Harzwasser zusammen.
"Weiches" Trinkwasser für Salzgitter: In der Pumpstation bei Gebhardshagen mischt die WEVG das Grundwasser und das Harzwasser zusammen. Quelle: rwe
Anzeige
Salzgitter

Der Energieversorger WEVG hat vorsorglich einen ergänzenden Trinkwasserliefervertrag mit der Purena GmbH geschlossen. Grund sind der Klimawandel und das veränderte Verbraucherverhalten. Das Trinkwasser im Stadtgebiet wird seit der Umstellung der Wassersorten im November 2016 von der Harzwasserwerke GmbH als Vorlieferant bereitgestellt. Es besteht zu 100 Prozent aus Oberflächenwasser der Talsperren im Harz – vor allem aus der Granetalsperre.

Allerdings: Die drei Trockenjahre 2018, 2019 und 2020 konnten auch durch die erhöhten Niederschlagsmengen im ersten Halbjahr 2021 nicht ausgeglichen werden. „So wird heute schon deutlich, dass der mit der Harzwasserwerke GmbH langfristig abgeschlossene Wasserliefervertrag die zukünftig benötigten erhöhten Wassermengen für Salzgitter zur Erhaltung der Versorgungssicherheit und zur Deckung des veränderten Kundenabnahmeverhaltens durch einen erhöhten Pro-Kopf-Verbrauch sowie der klimatischen Veränderungen nicht in vollem Umfang abbilden kann“, schreibt die WEVG in einer Pressmitteilung.

Um der Einwohnerentwicklung sowie der städtebaulichen Entwicklung im Bereich Gewerbe und Industrie im Stadtgebiet gerecht zu werden, eine uneingeschränkte Versorgungssicherheit zu gewährleisten und um den erhöhten Bedarf an Trinkwasser durch den Einfluss weiterer klimatischer Veränderungen zu sichern, habe die WEVG mit den drei Wasserlieferanten der Region über eine zusätzliche Belieferung gesprochen: der Harzwasserwerke GmbH, der Salzgitter Flachstahl GmbH und der Purena GmbH, ein Tochterunternehmen der Avacon.

Optimale, technische Voraussetzungen an der Druckerhöhungsanlage in Gebhardshagen, ermöglichten es, Purena-Wasser über eine Verbindungsleitung der Salzgitter Flachstahl GmbH in das System der WEVG zuzumischen, erklärt Torsten Zink, technischer Geschäftsführer der WEVG. Dabei werde aufbereitetes Grundwasser aus Tiefbrunnen dem weichen Harzwasser in einem bestimmten Mischungsverhältnis zugegeben. Laut WEVG werde sichergestellt, dass der Härtebereich „weich“ unverändert bleibt.

Die zusätzlichen Trinkwassermengen werden die Stadtteile Lebenstedt, Engelnstedt, Bruchmachtersen, Lichtenberg, Salder, Hallendorf, Bleckenstedt, Sauingen und Üfingen versorgen. Die erforderlichen Baumaßnahmen an der Druckerhöhungsanlage beiGebhardshagen sind von der Purena GmbH in Abstimmung mit derWEVG geplant worden, die Umsetzung dieser Maßnahmen lief bereits vor drei Wochen an. Ziel ist es, bereits Anfang 2022 die Anlage für die Zumischung in Betrieb zu nehmen.

Von Roland Weiterer