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Salzgitter Die VHS Salzgitter widmet sich der Zeit nach Angela Merkel
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Die VHS Salzgitter widmet sich der Zeit nach Angela Merkel

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20:34 18.05.2021
Constanze von Bullion arbeitet als Journalistin bei der Süddeutschen Zeitung.
Constanze von Bullion arbeitet als Journalistin bei der Süddeutschen Zeitung. Quelle: Privat
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Salzgitter

Die Bundestagswahl im September kommt in Sichtweite und wird spätestens mit der Präsentation der Kanzlerkandidaten zum Thema für viele Menschen. Auch die Volkshochschule Salzgitter beschäftigt sich mit der „Zeit nach Merkel“. So lautet der Titel eines Online-Votrages nächste Woche. In der steht auch ein zweiter Termin an, der – traurigerweise – durch die Eskalation im Nahost-Konflikt an Aktualität gewonnen hat. Es geht um die „jüdische Geistesgeschichte“.

Zunächst widmet sich die VHS der Frage, was mit einer neuen Bundeskanzlerin oder einem neuen Bundeskanzler auf die Menschen in Deutschland zukommt. Am Dienstag, 25. Mai, um 19.30 Uhr gehen Constanze von Bullion und Nico Fried von der Süddeutschen Zeitung auf die Zukunft der Kanzlerschaft in Deutschland ein.

Nach 16 Jahren tritt bekanntlich Angela Merkel im Herbst 2021 ab. „Gerade jetzt, in international und national schwierigen Zeiten“, so die beiden Journalisten. Sie sind überzeugt, wer auch immer auf die jetzige Bundeskanzlerin folgt, steht vor größten Herausforderungen. Eine gesellschaftliche Spaltung müsse verhindert werden, und der Klimawandel erfordere nicht nur einen Umbau der Wirtschaft, sondern fordere alle Bürgerinnen und Bürger heraus. Das wird die Aufgabe der neuen Regierung sein. Der Vortrag erfolgt in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung.

Mit der „jüdischen Geistesgeschichte“ befassen sich Michael Brenner und Navid Kermani am Donnerstag, 27. Mai, um 19.30 Uhr in einem Gespräch. Beide haben sich in ihren Werken immer wieder mit der jüdischen Geschichte Deutschlands, den jüdisch-islamischen Wurzeln der europäischen Aufklärung sowie den Kulturen des Nahen Ostens auseinandergesetzt. Der eine als Professor für Jüdische Geschichte und Kultur in München, der andere als Schriftsteller und Orientalist.

Die beiden Experten wollen ausgehend von der Gegenwart über die deutsch-jüdische Geistesgeschichte nachdenken, aber auch über den Orient als gemeinsamen, heute mehr denn je gefährdeten Kulturraum von Juden, Muslimen und arabischen Christen.

Navid Kermani, ist freier Schriftsteller und habilitierter Orientalist. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Hamburger Akademie der Wissenschaften. Für sein akademisches und literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutsche Buchhandels und zuletzt mit der Buber-Rosenzweig-Medaille. Michael Brenner ist Professor für jüdische Geschichte und Kultur an der LMU München sowie ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Von Roland Weiterer

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