Die Stadt Salzgitter will eine bessere Quote beim Bio-Müll
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Die Stadt Salzgitter will eine bessere Quote beim Bio-Müll

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15:08 03.11.2021
Ziel ist eine bessere Quote: Abfallberaterin Anne Fiedler stellt die Bio-ohne-Plastik-Kampagne vor.
Ziel ist eine bessere Quote: Abfallberaterin Anne Fiedler stellt die Bio-ohne-Plastik-Kampagne vor. Quelle: Stadt Salzgitter
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Der Städtische Regiebetrieb (SRB) sammelt Bioabfälle haushaltsnah ein und weist mit mehreren Aktionen auf die Mülltrennung ohne Plastik oder sonstige Fremdstoffe hin. Die Botschaft dazu ist nicht zu übersehen. „Bio ohne Plastik!“ steht auf dem Müllwagen, der in den nächsten Wochen an den Abfuhrtagen durch die Stadt rollt, erklärt SRB-Leiter Dietrich Leptien.

Abfallberaterin Anne Fiedler weist darauf hin, dass deutschlandweit heute in Millionen von Biotonnen doppelt so viele Bioabfälle wie vor 25 Jahren gesammelt werden. Rund 1.200 Kompost- und Vergärungsanlagen stellen dabei aus rund fünf Millionen Tonnen Kartoffel-, Bananen-, Eierschalen und vielen anderen Küchen- und Gartenabfällen rund 2,5 Millionen nährstoffreichen Kompost für die Landwirtschaft und den Gartenbau sowie Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung her.

„Mit der Teilnahme an der deutschlandweiten Danke-Aktion zur Biotonne und gemeinsam mit mehr als 60 weiteren Städten und Landkreisen, dem Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt, NABU und etlichen Verbänden möchte der Städtische Regiebetrieb auf die ordentliche Bioabfalltrennung hinweisen und sich bei denjenigen bedanken, die bereits gewissenhaft Abfälle ohne Plastik in der Biotonne sammeln“, so Dietrich Leptien.

Bioabfälle sind der Natur so nahe wie sonst keine Abfälle im Haushalt, der daraus gewonnene Kompost wird auf dem Acker, in Parks oder im Garten als Bodenverbesserungsmittel eingesetzt - und dort sind beispielsweise Plastikfetzen oder Glasscherben nicht erwünscht. Der technische Aufwand und die Kosten für die Entfernung von Fremdstoffen wie Plastik, Glas und Metallen sowie die Aufbereitung der Bioabfälle sind enorm. Anne Fiedler: „Nur frei von Plastik und Restabfällen gesammelte Bioabfälle können zu bodenfreundlichem Kompost weiterverarbeitet werden. Jede Plastiktüte hemmt die Weiterverarbeitung und verschlechtert die Qualität des Komposts beträchtlich.“

Denn 2022 tritt laut Dietrich Leptien eine Bioabfall-Verordnung in Kraft, nach der nur drei Prozent Störstoffe im Bioabfall sein dürfen. Sind es mehr, braucht der Verwerter den eingesammelten Biomüll nicht anzunehmen. Informationen zur Abfalltrennung sind online auf den SRB-Seiten zu finden. Die Abfallberatung ist unter Tel. (05341) 839-3741 erreichbar.

Von Roland Weiterer