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Die Stadt Salzgitter kann jetzt die Corona-Zügel lockern

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13:58 03.06.2021
Der Corona-Krisenstab der Stadt Salzgitter: Vorne stehen Erster Stadtrat Eric Neiseke (Impfen und Ordnung), OB Frank Klingebiel, Pressesprecherin Simone Kessner und Stadtrat Dr. Dirk Härdrich (Infektionsschutz und Kontaktnachverfolgung), dahinter Fachdienstleiter Arne Sicks (Feuerwehr), Fachdienstleiter Achim Zöfelt (Ordnung), Stadtrat Michael Tacke (Recht und Bauen), Stadtrat Jan Bohling (Wirtschaft und Kultur) und Fachdienstleiter Thomas Albrecht (Personal).
Der Corona-Krisenstab der Stadt Salzgitter: Vorne stehen Erster Stadtrat Eric Neiseke (Impfen und Ordnung), OB Frank Klingebiel, Pressesprecherin Simone Kessner und Stadtrat Dr. Dirk Härdrich (Infektionsschutz und Kontaktnachverfolgung), dahinter Fachdienstleiter Arne Sicks (Feuerwehr), Fachdienstleiter Achim Zöfelt (Ordnung), Stadtrat Michael Tacke (Recht und Bauen), Stadtrat Jan Bohling (Wirtschaft und Kultur) und Fachdienstleiter Thomas Albrecht (Personal). Quelle: Stadt Salzgitter
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Salzgitter

Bundesweit sinkt die Zahl der Corona-Infizierten – und auch in Salzgitter entspannt sich die Lage. Am vergangenen Dienstag, 1. Juni, lag die Inzidenzzahl den fünften Werktag in Folge unter dem wichtigen Schwellenwert von 50. Deshalb konnte jetzt die zweite Stufe 2 des Stufenplans 2.0 des Landes in Kraft treten, die zahlreiche Lockerungen vorsieht.

Alle Schulen in Salzgitter wechseln spätestens am nächsten Montag in das Szenario A, also Präsenzunterricht in allen Klassen. In der Volkshochschule (VHS) starten die Integrationskurse im Präsenzunterricht. Die Teilnehmenden sowie alle Lehrkräfte müssen zwei Mal wöchentlich ein negatives Testergebnis vorweisen. In den VHS-Gebäuden und während des Unterrichts ist eine medizinische Maske zu tragen. Ferienprogramme wie der Talent Campus werden als Präsenzveranstaltungen geplant. Anmeldungen sind noch möglich. Die online-Kurse sowie die online-Vorträge gehen weiter.

In der Musikschule der Stadt wird der Präsenzunterricht wieder aufgenommen. Auch hier gilt, dass sich alle Teilnehmenden sowie alle Lehrkräfte zweimal pro Woche testen lassen und den Nachweis hierüber erbringen müssen. Die Schülerinnen und Schüler werden an der Eingangstür abgeholt. Eltern können noch nicht in den Wartebereichen bleiben. Im Gebäude und im Unterricht ist eine medizinische Maske zu tragen. Der Präsenzunterricht mit Blasinstrumenten und Gesang (auch Bläserensembles, Blasorchester und Chöre) ist auf maximal vier Teilnehmende begrenzt. Bei Unterricht unter freiem Himmel besteht diese Einschränkung nicht.

Alle Kindertageseinrichtungen (inklusive Großtagespflege) können in das Szenario A als Regelfall wechseln. Diese Stufe beschreibt den Routinebetrieb mit Abstands-und Hygieneregeln. Das Durchmischungsverbot der Gruppen ist aufgehoben, offene und teiloffene Angebote sind wieder möglich.

Zusammenkünfte sind nun mit den Personen eines Haushalts und höchstens zwei Personen aus einem weiteren Haushalt oder zehn Personen aus maximal drei Haushalten zulässig, wobei Kinder bis 14 Jahren nicht zählen. Wer eine vollständige Schutzimpfung erhalten hat, die mindestens 14 Tage zurückliegt, oder bereits einen Genesungsnachweis hat, wird nicht mitgezählt. Kindergeburtstagsfeiern sind mit bis zu zehn Kindern bis einschließlich 14 Jahren möglich.

Grundsätzlich ist der gesamte Einzelhandel mit Hygienekonzept wie Maskenpflicht und Zugangsbegrenzung geöffnet. Ein Test, Genesungs- oder Impfnachweis ist nicht nötig. Gastronomiebetriebe dürfen ihre Innenräume mit Hygienekonzept öffnen. Gäste benötigen entsprechende Nachweise über ein negatives Testergebnis, vollständige Genesung oder Impfschutz. Die Maskenpflicht gilt, solange der Sitzplatz nicht eingenommen wird. Die Außengastronomie darf mit Hygienekonzept öffnen, bei Verzehr dort entfällt die Nachweispflicht über Test, Genesung oder Impfung.

Diese Aufzählung sei nicht abschließend, auch in vielen anderen Bereichen gehe es weiter in Richtung der Zeit vor Corona, so Oberbürgermeister Frank Klingebiel, der sich weiterhin zweimal die Woche mit dem Krisenstab trifft. Das soll auch so bleiben, obwohl die Zügel nun gelockert sind, heißt es aus dem Rathaus. „Lockerungen zu verkünden ist ähnlich arbeitsintensiv wie das Verkünden von Einschränkungen“, so Pressesprecherin Simone Kessner. Der OB appelliert an die Bürger, vorsichtig zu sein, „auch wenn die Inzidenzzahlen in Salzgitter eine erfreuliche Entwicklung nehmen“. Sollte der Inzidenzwert von 50 an drei aufeinander folgenden Tagen wieder überschritten werden, erfolgt ab dem übernächsten Tag der Wechsel zurück in Stufe 3 mit den entsprechenden Verschärfungen.

Von Roland Weiterer