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Die Salzgitter AG setzt einen Spatenstich in die Zukunft

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17:05 17.05.2021
Spatenstich für die μDRAL-Anlage in Salzgitter : Vorstand Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Flachstahl-Chef Ulrich Grethe sowie Dr. Markus Dorndorf, Vice President Tenova Deutschland.
Spatenstich für die μDRAL-Anlage in Salzgitter : Vorstand Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Flachstahl-Chef Ulrich Grethe sowie Dr. Markus Dorndorf, Vice President Tenova Deutschland. Quelle: SZ AG
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Salzgitter

Die Salzgitter AG setzt einen weiteren Baustein für die CO2-arme Stahlproduktion: Im Rahmen des Projektes Salzgitter Low CO2-Steelmaking (Salcos) erfolgte der Spatenstich für den Bau von μDRAL, einer Demonstrationsanlage zur Herstellung von direkt reduziertem Eisen (DRI). Sie ist die erste flexibel mit Erdgas und Wasserstoff betreibbare DRI-Anlage.

Die Produktion beginnt im ersten Halbjahr 2022. Zunächst wird das direkt reduzierte Eisen im Hochofenprozess zur Einsparung von Einblaskohle sowie im Elektrolichtbogenofen des Werkes Peine eingesetzt. Die Anlage hat 2.500 Kg/d Produktionskapazität und kann flexibel mit unterschiedlichen Anteilen zwischen Null und 100 Prozent von Erdgas und Wasserstoff betrieben werden. Lieferant und Technologiepartner ist Tenova, ein internationaler Hersteller von Anlagen für die Metall- und Bergbauindustrie.

Der Bau der neuen Direktreduktionsanlage ist der nächste Schritt zur Realisierung von Salcos. Bis spätestens 2050 soll die komplette Transformation der Stahlerzeugung bei der Salzgitter AG hin zu wasserstoffbasierten Prozessen in mehreren Stufen umgesetzt werden. Damit wird die Entstehung von CO2 in der Stahlproduktion um bis zu 95 Prozent reduziert.

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG: „Der Salzgitter-Konzern festigt mit dem Bau der ersten flexibel mit Erdgas und Wasserstoff betriebenen DRI-Anlage seine Rolle als Vorreiter der Dekarbonisierung der Stahlindustrie. Aus deren Betrieb werden wir die erforderlichen Kenntnisse erlangen, um in wenigen Jahren auf Anlagen im weitaus größerem Maßstab zu produzieren.“

Nach seinen Worten könne die Branche eine herausragende Rolle beim Erreichen der gesetzten Klimaziele spielen, „wenn die Politik jetzt zügig die erforderlichen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für den Transformationsprozess implementiert“. Das Technologiekonzept Salcos sei in diesem Zusammenhang „das beste Angebot sämtlicher Branchen und Sektoren im Verhältnis von Investitionen und spezifischem Stromverbrauch zur damit erzielbaren CO2-Einsparung“.

Der Salzgitter-Konzern investiert 13,6 Millionen Euro für die neue Anlage. Das Bundesumweltministerium unterstützt das Vorhaben mit einer Förderquote von 40 Prozent. Den Bescheid überreichte Ministerin Svenja Schulze persönlich im Dezember 2020.

Von Roland Weiterer